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Subaru Hybrid Tourer: Experimentelles Reisecoupé
16.03.2010
Das Konzeptfahrzeug „Subaru Hybrid Tourer Concept“ führt die beiden Kerntechnologien des Unternehmens, den symmetrischen Allradantrieb und den Boxermotor, in einem Fahrzeug mit einer luxuriösen Ausstattung zusammen. Der Antrieb setzt sich aus einem Benzin-Boxer-Turbomotor mit Direkteinspritzung und einem Zwei-Motoren-Hybrid-System zusammen, das vorne über einen Stromerzeugungs-/Antriebsmotor und an der Hinterachse einen weiteren Antriebsmotor verfügt. Wesentliches Augenmerk bei der Konfiguration des Verbrennungsmotors war ein geringer Treibstoffverbrauch und die Reduktion der Abgasemissionen. Gleichzeitig wurde das Drehmoment und das Ansprechverhalten verbessert. Und auch das Lineartronic-Automatikgetriebe wurde durch die Verstärkung von Komponenten an die höhere Leistung des Turbomotors angepasst - mit positiven Auswirkungen auf den Energiekonsum.
Der elektrische Motor an der Hinterachse übernimmt bei geringen Geschwindigkeiten den Hauptantrieb, bei normaler Fahrt hingegen kommt in erster Linie der Benzinmotor zum Einsatz. Während der Beschleunigung jedoch unterstützt der Heckmotor den Verbrennungsmotor, darüber hinaus gibt der Frontmotor, der normalerweise als Stromerzeuger genutzt wird, am Berg zusätzliche Leistung an die Vorderachse ab. Eine Start-/Stop-Funktion schaltet den Benzinmotor ab, wenn das Fahrzeug steht, und reduziert so den Treibstoffverbrauch. Die Speicherung der elektrischen Energie, die auch durch die regenerative Bremsanlage gewonnen wird, erfolgt in Hochleistungs-Lithium-Batterien. Die Karosserie zeigt einen durchaus seriennahen Charakter, wobei die komplett über den Fahrgastraum reichenden Flügeltüren eine der üblichen studientypischen Übertreibungen sind. Zu teuer und zu aufwändig für die Produktion. Die Front jedoch, mit dem großen markanten Kühlergrill, den elegant geschnittenen Leuchten und der kraftvollen Bugschürze mit kantigen Einlässen, könnte durchaus einen Hinweis auf ein künftiges Markengesicht geben. Jedenfalls erlaubt die lange Tür üppige Glasflächen, die das opulente Interieur in helles Licht tauchen. So stellt sich ein Gefühl von Offenheit und Entspannung ein.
Die Oberseite des Armaturenbretts lässt sich nach oben und unten bewegen. Der Fahrer kann so den Bedienkomfort seines Arbeitsplatzes sämtlichen Fahrbedingungen optimal anpassen. Eine spezielle Abschirmung, die in die Windschutzscheibe integriert ist, dient zur Entlastung der Augen. Im Fond konnte trotz Allradantrieb ein vollkommen ebener Fussboden realisiert werden, der für maximalen Platz und maximale Bewegungsfreiheit im Innenraum sorgt. Neu entwickelte Ledersitzbezüge bieten gute Atmungseigenschaften und eine Lüftungsfunktion. Ein Fahrassistenzsystem, "EyeSight" genannt, besteht aus einer Fahrzeug-zu-Fahrzeug- und Strasse-zu-Fahrzeug-Kommunikationstechnologie. Es beinhaltet einen Kollisionsverhütungsassistenten, der dank seiner Stereokameratechnologie ein breites Spektrum an Verkehrssituationen erkennt. Die integrierte 3D-Bildverarbeitung berücksichtigt auch Fussgänger und Radfahrer und sorgt somit für eine deutlich verbesserte Kollisionsverhütung. Weitere Verkehrssituationen werden mit der Fahrzeug-zu-Fahrzeug- und Strasse-zu-Fahrzeug-Kommunikationstechnologie erfasst und dann mit EyeSight synchronisiert. Das System erfasst kontinuierlich die Bewegung von Fahrzeugen in und aus toten Winkeln und gibt dem Fahrer entsprechende Fahranweisungen.
(Text: Rainer Roßbach )
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