Prova Logo
 
Inhalt
Magazin
Neues aus der Industrie
Neue Bücher
Nissan PIVO3
Audi R8 LMS ultra
Mercedes 190 E Evo II
Ford GT90
Renault 5
Alpine A 106
BMW i3 Concept
Land Rover DC100 Sport
Cadillac Ciel
e-Opel
Citroën Tubik
smart fortwo electric drive
Lister Monzanapolis
Chevrolet Miray Concept
Hispano Suiza Xenia
Fahrberichte
Lancia Thema
Mercedes Benz B 200
Fiat Freemont
Lexus CT200h
Ford Galaxy Titanium
Kultur : Unterwegs
Art und Cars bei Mercedes
Porsche Sonderausstellung
Aktualisiert am 31.12.2011
© 2011 virto GmbH

VLN Westfalenfahrt: Neue Saison, alte Sieger

31.03.2010

VLN8
Die 57. ADAC-Westfalenfahrt beendet die Winterpause der VLN.
Doppelpfeil

Mit der 57. ADAC-Westfalenfahrt startete die Langstreckenmeisterschaft Nürburgring in die neue Saison. Robert Rust, der Geschäftsführer der Serie, freute sich über die positive Resonanz seitens der Teilnehmer, haben sich doch mehr als 200 Fahrer und Teams für die Saison 2010 eingeschrieben.

174 Fahrzeuge nahmen beim ersten Lauf die Kurzanbindung der Grand-Prix-Strecke und die Nürburgring-Nordschleife unter die Räder. Es war ein illustres Feld, das sich dem Starter präsentierte. Im Vorfeld zum 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring nutzten einige Werke die Gelegenheit, sich auf den Langstreckenklassiker vorzubereiten. Abt Sportsline schickte zwei Audi R8 ins Rennen, am Steuer unter anderem Christian Abt und der frühere DTM-Champion Mattias Ekström. BMW Motorsport erschien mit zwei BMW M3, die von den Werkspiloten Augusto Farfus, Pedro Lamy, Dirk Werner und Dirk Müller pilotiert wurden. Dazu haben die Bayern die Nordschleifen-Experten Dirk Adorf und Uwe Alzen ins Team geholt, was für zusätzlichen Rückhalt unter den Nürburgring-Fans sorgen wird.

Porsche hatte niemand Geringeren als Ex-Rallye-Weltmeister Walter Röhrl, ohnehin schon Testfahrer und Repräsentant der Schwaben, für ein neues Projekt gewonnen. Sein Porsche 911 GT3 RS wird von einem 450 PS starken 3,8-Liter-Sechszylinder-Boxermotor angetrieben, der eine spezifische Leistung von über 118 PS pro Liter erreicht. Der in der Motorsportabteilung in Weissach entwickelte GT3 RS verfügt standardmäßig über eine besonders rennstreckentaugliche, verkürzte Getriebeübersetzung. Zur Verbesserung der Fahrdynamik tragen die serienmäßigen dynamischen Motorlager bei. Je nach Fahrsituation verändern die Lager ihre Steifigkeit und Dämpfung, wodurch beim Einsatz auf der Rennstrecke die Anbindung des Triebwerks an die Karosserie verbessert wird. Die Aerodynamik ist konsequent auf Abtrieb ausgelegt, was ebenfalls der Rundstreckentauglichkeit zugute kommt. „Der neue 911 GT3 RS hat mich auf Anhieb an ein Rennfahrzeug erinnert", sagt Röhrl. „Kein anderer Serien-Elfer ist jemals näher an einem Rennauto gewesen, als der aktuelle GT3 RS.“ Bis auf die Nachrüstung der vorausgesetzten Sicherheitseinrichtungen handelt es sich bei dem Porsche um ein serienmäßiges Fahrzeug.

Gleich mit acht Fahrzeugen erschien die Truppe um Olaf Manthey. Besondere Aufmerksamkeit verdiente der Porsche GT3 R Hybrid, dessen Schwungradspeicher bei Bremsvorgängen aufgeladen wird. Bei Bedarf kann der Fahrer diese ca. acht bis zehn Sekunden zur Verfügung stehende Energie abrufen, zum Beispiel für Überholvorgänge.

So gab es beim ersten VLN-Lauf 2010 viel neue Technik und ein hochkarätig besetztes Starterfeld zu bestaunen. Es fiel aber auf, dass viele bekannte Teams, die die VLN bisher mit geprägt haben, nicht mehr am Start waren. Jürgen Alzen fehlte ebenso wie die Teams von Getrag, Kissling, Zakspeed und Raeder. Der Eifelblitz von Johannes Scheid, über viele Jahre eine feste Größe am Nürburgring, blieb auch in der heimischen Garage. „Ein klassischer Tourenwagen wie unser BMW ist unter dem aktuellen Reglement der VLN gegen die zahlreichen GT-Fahrzeuge ohne Chance auf eine vordere Platzierung“, erläuterte Teamchef Johannes Scheid seine Entscheidung. Ein neues Projekt hat der Fahrersprecher der VLN zwar im Visier, die Voraussetzungen für die Umsetzung sind aber noch nicht ganz geschaffen.

VLN8
Merten und Sylvester sind die ersten Tabellenführer der Saison 2010.
Doppelpfeil

Seitens der VLN-Oberen freut man sich über die weitere Professionalisierung der Serie, aber der Charakter eines Championats für den Breitensport sollte durchaus bewahrt werden.

Im morgendlichen Zeittraining zeigten die amtierenden Meister einmal mehr ihr Können. Christer Jöns und Sean Paul Breslin, die 2009 zusammen mit Alexander Böhm auf einem BMW den Titel errangen, stellten den von Black Falcon vorbereiteten Kundensport-Audi R8 LMS auf Startplatz eins. Während Alexander Böhm weiterhin mit einem BMW in der Klasse V4 startete, erhielten Jöns und Breslin Verstärkung durch Johannes Stuck. Der Sohn von Rennfahrerlegende Hans-Joachim Stuck kehrt damit nach einer Saison in der ADAC GT Masters Serie in die Langstreckenmeisterschaft zurück. Die erste Reihe komplettierten die Nordschleifenspezialisten Marcel Tiemann, Marc Lieb und Timo Bernhard. Nur 0,6 Sekunden betrug der Rückstand des von Manthey Racing eingesetzten Porsche GT3 R auf die Pole Position. Der Rest der Top-Ten-Positionen war eine bunte Mischung aus Porsche des Manthey-Teams und diverser Audi R8-Teams. Einzig Augusto Farfus, Uwe Alzen und Pedro Lamy im Werks-BMW auf Rang sechs konnten in die Phalanx einbrechen.

Pünktlich um 12 Uhr wurde das Rennen freigegeben. Souverän verteidigte Johannes Stuck die Pole Position und führte das Teilnehmerfeld geordnet durch die erste Kurve. Einzig der BMW Z4 von Anders Buchardt, Nils Tronrud und Martin Öhlin musste nach einem leichten Verbremser den Weg durch das Kiesbett nehmen. Bereits nach der ersten Runde übernahmen Frank Stippler, Marc Basseng und Pierre Kaffer im Audi R8 LMS des Phoenix Racing Teams die Führung und bauten diese sukzessive aus. Nach dem ersten Rennviertel betrug der Vorsprung des Audi auf den Manthey-Porsche schon mehr als 40 Sekunden und wuchs weiter an. Dahinter folgte Uwe Alzen im BMW M3 auf Rang drei. Weniger Glück hatten die Teamkollegen Dirk Werner, Dirk Müller und Dirk Adorf, die ihren M3 nach nur zwei Runden mit einem Defekt an der Servolenkung in der Box abstellen mussten. Etwa zur Rennhalbzeit ereilte auch den Führenden Audi R8 ein Defekt. Die Probleme beim Gangwechsel ließen sich auch durch den Tausch des Lenkrads nicht beheben und beendeten so das Rennen von Stippler, Basseng und Kaffer.

VLN8
Ein Werks-BMW auf dem Podest, der zweite ist ausgefallen.
Doppelpfeil

Trotz des prominenten Ausfalls änderte dies nichts an der souveränen Vorstellung, die Audi bot. Weiterhin lagen vier der Ingolstädter Sportwagen in den Top 6. Nur der Manthey Porsche und der verbliebene Werks-BMW konnten die Geschwindigkeit der Audis mitgehen. Durch die unterschiedlichen Strategien zeigte sich die bereinigte Reihenfolge erst nach der finalen Runde der Boxenstopps. Mit einer minimalen Führung ging das Team Manthey vor den Audi R8 von Abt Sportsline und Phoenix Racing in die letzten drei Runden. Während sich der Manthey-Porsche absetzen konnte, rollte der Phoenix Audi R8 von Dennis Rostek, Luca Ludwig und Frank Biela im Bereich Bergwerk mit einem technischen Defekt aus. Die dritte Position übernahmen Augusto Farfus, Uwe Alzen und Pedro Lamy und gaben diese auch bei einem schnellen Boxenstopp kurz vor Rennende nicht mehr ab. Auch vor dem Werks-BMW änderte sich nichts mehr an der Reihenfolge. Marcel Tiemann, Marc Lieb und Timo Bernhard feierten den ersten Saisonsieg mit dem neuen Manthey-Porsche GT3 R und verwiesen DTM-Pilot Mattias Ekström und Emmanuel Collard im Abt-Audi R8 auf Rang zwei. Somit präsentierten sich die drei favorisierten Teams für das 24h-Rennen im Mai auf dem Podest. Auch Rang vier ging an das Allgäuer Abt-Team. Hinter Christian Abt und Lucas Luhr wurden Peter-Paul Pietsch, Oliver Kainz und Michael Jacobs Fünfte vor ihren Manthey-Teamkollegen Richard Lietz, Jörg Bergmeister und Martin Ragginger im Hybrid-Porsche GT3 R.

Trotz der vielen Fahrzeuge aus der Klasse SP9 kommen die Meisterschaftsführenden Mario Merten und Wolf Sylvester aus der SP3. Nach dem Klassensieg in der mit 25 Startenden teilnehmerstärksten Klasse führen sie die Tabelle vor Elmar Deegner, Jürgen Wohlfarth und Christoph Breuer an. Ob Merten und Sylvester die Führung verteidigen können, und ob das Resultat bereits die wahren Kräfteverhältnisse für das ADAC 24h-Rennen vom 13.05.-16.05.2010 wiederspiegelt, wird sich beim zweiten Saisonlauf der VLN, dem 35. DMV 4-Stunden-Rennen am 10. April 2010 zeigen.

VLN8 VLN8 VLN8
Johannes Stuck kann seinen Markenkollegen nicht lange halten.
Doppelpfeil
Erster Saisonsieg für den Manthey-Porsche GT3 R.
Doppelpfeil
Der seriennahe Porsche mit Walter Röhrl wird 22.
Doppelpfeil
 
VLN8 VLN8 VLN8
Christian Abt und Lucas Luhr holen Rang vier für Abt Sportsline.
Doppelpfeil
Die vielen Überrundungen sind eine Herausforderung für alle Beteiligten.
Doppelpfeil
Auf dem Sprung sind Marc und Dennis Busch in der CUP2-Klasse.
Doppelpfeil
 
VLN8 VLN8 VLN8
Beide Audi R8 von Phoenix Racing kamen nicht ins Ziel.
Doppelpfeil
Anders Buchardt, Nils Tronrud und Martin Öhlin im BMW Z4 auf Abwegen.
Doppelpfeil
Der Schall Opel Astra bleibt der VLN vorerst erhalten.
Doppelpfeil
 
VLN8 VLN8 VLN8
Mattias Ekström und Emmanuel Collard werden Zweite.
Doppelpfeil
BMW brachte neben den M3s auch den neuen Z4 GT3 in die Eifel.
Doppelpfeil
Der Porsche GT3 R Hybrid wurde auf Anhieb Sechster.
Doppelpfeil
 

(Text: Michael Behrndt/Matthias Behrndt)
(Fotos: Michael Behrndt/Matthias Behrndt)

Zurück zur Startseite

Weitere Themen:

AC AMG Abarth Allard
Alpine Antas Ariel Aston Martin
Audi August Horch Austin Auto Union
BMW BRM Beaulieu Bentley
Bertone Bitter Brabus Bristol
Bugatti Buick Byers CG
Cadillac Caterham Chevrolet Chrysler
Citroën Cobra Connaught Corvette
Cunningham DKW DTM Dacia
Daewoo Daihatsu Daimler De Tomaso
Devaux Dodge Edag Eifel-Klassik
Ferguson Ferrari Festival of Speed Fiat
Fioravanti Fontana Ford Formel 1
Freestream Fritz Schlumpf Fuore GMC
General Motors Ginetta Giugiaro Gottlieb Daimler
Grand Prix de l'Age d'Or Grenzlandring Hafei Hafei
Honda Hummer Hummer Hyundai
Infiniti Invicta ItalDesign Jaguar
Jeep Jensen Karmann Kellison
Kia Ktm Lada Lamborghini
Lancia Land Rover Le Mans Endurance LeBlanc
Lexus Ligier Lincoln Lola
Loremo Lotus MG Marcos
Maserati: Matra Maybach Mazda
McLaren Mercedes-Benz Mille Miglia 2007 Mini
Mitsubishi Morgan Musée d'Automobile NSU
Nissan Nürburgring Oldtimer Grand Prix Opel
Pagani Pininfarina Pontiac Porsche
Prodrive Range Rover Renault Retromobile
Rinspeed Rolls-Royce Rover Saab
Saleen Saturn Seat Segway
Serenissima Shelby Sigma Sivax
Skoda Smart Spyker Stola
Subaru Suzuki Techno Classica Toyota
Turbine Unimog VLN VW
Valmet Vanwall Vauxhall Venturi
Veritas Villa d'Este Volvo WRC Rallye
Wankel Wiesmann Wimille YES
Zagato Zest Zytek mcrae
Prova Gesamtarchiv
Archivsuche
ausführen Hilfe
Termine
Impressum / Kontakt
 Anzeigen
Anzeige Porsche 804-Buch
Anzeige Porsche 908-Buch
Anzeige Porsche 917-Buch
Suchen nach:
In Partnerschaft mit Amazon.de