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BMW Art Car 2010: Rückkehr nach LeMans
13.05.2010
Die Idee, ein Automobil von Künstlerhand gestalten zu lassen, hatte der des französische Rennfahrer Hervé Poulain. Auf seine Veranlassung hin bemalte 1975 Jahre der Amerikaner Alexander Calder seinen BMW 3.0 CSL, mit dem Poulain an den 24h von Le Mans teilnehmen wollte. Ein Jahr nach Calder schlug der Art Car Beifahrer Sam Posey dem New Yorker Künstler Frank Stella vor, ein Art Car zu gestalten. Stella überzog daraufhin einen BMW mit dem für ihn typischen Gittermuster. In den folgenden Jahren nahm BMW diese Privatinitiative auf und brachte selbst von Roy Lichtenstein und Andy Warhol gestalte Rennfahrzeuge an die Sarthe. Dann gewannen die Sponsoren an Bedeutung, die Rennautos blieben bunt, aber Farbgebung und Gestaltung mussten nun Produktinformationen transportieren. Nach einer Pause in den 1980er Jahren wurde das Art Car Projekt 1999 in Le Mans fortgesetzt. Hier verewigte sich dann die amerikanische Konzeptkünstlerin Jenny Holzer mit ihren Wortbotschaft auf einem BMW V12-Le-Mans-Rennwagen. Das war allerdings eine Ausnahme - die weiteren Art Cars blieben wieder der Rennstrecke fern, Das bisher letzte Werk der Serie schuf der Däne Olafur Eliasson, der die Außenhülle des H2R Prototyps entfernt und diese durch eine ebenso komplexe wie fragile Haut aus zwei übereinander liegenden spiegelnden Metallschichten ersetzt hat, die sich netzartig über die Karosserie ziehen und mit einer vielfachen Eisschicht überzogen sind - eine statische Skultpur. Es wurde also Zeit für eine Rückbesinnung. Der neue Rennwagen von Jeff Koons steht ganz in der Tradition des ersten: ein von einem Serienwagen abgeleitetes Rennfahrzeug, ein sehr farbenfroher Auftritt und ein ambitionierter Auftritt mit renommierten Rennfahrern, die mehr wollen, als nur ein Kunstobjekt einen Tag lang auf der Rennstrecke spazieren zu fahren. Die Zusammenarbeit zwischen Koons und BMW begann bereits 2003, als der Künstler sein Interesse an der Gestaltung eines BMW Art Car bekundete. Bei der Gestaltung des BMW Art Cars bedient sich Koons verschiedener Techniken, die er regelmäßig für seine künstlerischen Arbeiten nutzt. Ein wichtiges Verfahren für die Herstellung von monumentalen Skulpturen ist die Erstellung von 3-D CAD-Modelle. Auf diese Weise lassen sich Oberflächen virtuell beurteilen und zusammensetzen. Ebenfalls können die Oberflächen hiermit, ähnlich wie bei Autorspritztechniken, auch gestaltet werden.
Am 1. Juni 2010 findet zur Feier des 35. Jahrestags der BMW Art Car Serie die Weltpremiere des neuen Art Cars im Pariser Centre Pompidou statt. Das Pompidou ist eines der weltweit renommiertesten Museen für moderne und zeitgenössische Kunst. Aus diesem Anlass wird Koons seinen Wagen enthüllen und signieren – wie es einst 1977 Roy Lichtenstein getan hat. Die Nummer von Koons Wagen, die „79“, ist wiederum eine Anspielung auf Andy Warhols BMW Art Car von 1979. Warhol´s BMW M1 erhielt die Startnummer „76” als Hommage an den 1976 entworfenen Wagen von Frank Stella – beide sind ebenfalls in Le Mans gestartet. Das Einsatzfahrzeug macht klar, dass der Kunst und dem Motorsport gleiches Gewicht gegeben werden. Abgeleitet vom BMW M3 Hochleistungs-Sportwagen verfügt der BMW M3 GT2 über einen 4-Liter-V8-Motor mit einer Maximalleistung von 373 kW, ein verbessertes Chassis, Renn-Bremsen sowie die umfangreiche Ausstattung mit leichten Materialien. Mit seiner Beschleunigung auf 160 km/h in 2,6 Sekunden gilt der BMW M3 GT2 als einer der Favoriten in der GT-Klasse.
(Text: dr,BMW )
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