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52. ADAC ACAS H&R-Cup: Schwarze Samstag 29.04.2010
Der dritte Lauf zur diesjährigen Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring wurde von einem Unfall überschattet, bei dem der 43jährige Carl Friedrich Prinz zu Löwenstein aus Laudenbach in einem Aston Martin ums Leben kam. In der Presseinformation der Veranstalter hieß es: „Der Unfall ereignete sich in der 22. Runde des auf vier Stunden angesetzten 52. ADAC ACAS H&R-Cups im Streckenabschnitt Bergwerk der Nürburgring Nordschleife. Löwenstein fuhr mit seinem Aston Martin in eine Lücke zwischen den Fahrzeugen mit der Startnummer 137 und der Startnummer 511. Dabei stieg das Fahrzeug nach einer Kollision auf und überschlug sich. Beim Aufprall auf die Leitplanke wurde die Heckpartie des Aston Martin stark beschädigt und das Fahrzeug fing Feuer. Die Rettungsmaßnahmen wurden umgehend eingeleitet. Löwenstein, der sich nicht selbstständig aus dem Wrack befreien konnte, erlag einer Rauchgasvergiftung.“ Löwenstein zählte zu den erfahrenen Nordschleifen-Piloten. Seit mehreren Jahren war er in der Langstreckenmeisterschaft auf BMW, Porsche und nun auf Aston Martin aktiv. Der Besitzer eines Weinguts, der bei Autorennen unter dem Pseudonym Leo Löwenstein startete, hinterlässt eine Ehefrau und vier Kinder.
Aston Martin wird das Unfall-Wrack untersuchen, auch deshalb können die genauen Umstände noch nicht abschließend bewertet werden. Um der Chronistenpflicht zu genügen, sei kurz auf den Verlauf des Rennens bis zu dessen Abbruch eingegangen: Zum dritten Mal in dieser Saison stand ein Audi R8 auf der Pole Position, die sich das Phoenix-Team mit Frank Stippler, Hans-Joachim Stuck und Marc Hennerici sicherte. Bei den möglichen Rundenzeiten stehen die Audi-Teams der Konkurrenz von BMW und Porsche in nichts nach. Für das 24-Stunden-Rennen im Mai aber scheint es den Ingolstädtern noch an Zuverlässigkeit zu fehlen. Bereits in der zweiten Runde beklagten Christian Abt und Christopher Mies einen Reifenschaden. Als dieses Problem nur eine Runde später auch bei dem Audi R8 von Marc Basseng, Marc Bronzel und Luca Ludwig auftrat, entschieden sich die Verantwortlichen dafür, alle Dunlop-bereiften R8 aus dem Rennen zu nehmen. Zugunsten der Sicherheit wurden damit die Vorbereitungen auf das 24-Stunden-Rennen vorzeitig gestoppt. Einzig die beiden R8 der Audi Race Experience beendeten das Rennen. Die vom Team Joest betreuten Privatfahrer waren auf Pirelli-Reifen unterwegs.
In Sachen Zuverlässigkeit konnte einmal mehr Porsche überzeugen. Es war aber nicht das Team von Olaf Manthey, das schon die bisherigen zwei Saisonrennen für sich entscheiden konnte. Der grüngelbe Porsche 911 GT3 R wurde mit Blick auf das 24-Stunden- Rennen geschont, während Stammpilot Marcel Tiemann das Wochenspiegel Team Manthey um Peter-Paul Pietsch und Oliver Kainz unterstützte und Siebter wurde. Der beste Porsche kam diesmal aus dem Hause Mamerow. Chris Mamerow und Wolf Henzler waren als Vierte gestartet und lieferten sich über weite Teile des Rennens ein Duell mit den beiden Werks-BMW. Zum Zeitpunkt des Abbruchs lag das Team an der Spitze und wurde somit zum Sieger erklärt. Es folgten die beiden BMW M3 mit Jörg Müller, Augusto Farfus und Pedro Lamy sowie Dirk Werner, Dirk Müller, Andy Priaulx und Dirk Adorf. Erst nach und nach wurde im Fahrerlager das volle Ausmaß des Unfalls bekannt und das sportliche Geschehen trat an diesem sonnigen Tag nun völlig in den Hintergrund.
(Text: Michael Behrndt/Matthias Behrndt)
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