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Eifelrennen 2010: Neuer Termin, altes Wetter
23.07.2010
Rennfahrer kommen zum Nürburgring, um sich mit dreierlei zu messen: den Konkurrenten, der Nordschleife und dem Eifelwetter. Der neue Termin des Eifelrennens im Juni ließ Schlimmes ahnen: drei Tage Sonnenschein und Sommertemperaturen. Manch einer wird aufgeatmet haben, als die Langzeitwettervorhersage genau für dieses Wochenende ein Tief ankündigte. Aber im Grunde hatten alle große Hoffnungen in den neuen Termin des Eifelrennens, der ADAC auf höheren Zuschauerzuspruch, die Teilnehmer auf höhere Temperaturen für die nächtlichen Reparaturen und die Zuschauer auf weniger Regen. Gerade bei den Teilnehmern ist der Juni-Termin offensichtlich gut angekommen. Auch wenn die Auswahl und Bandbreite der Fahrzeuge nur durchschnittlich war, trafen sich fast 1000 Teilnehmer für Rennen und Gleichmäßigkeitsprüfungen. Höhepunkt war, trotz Formel-1-, Supersports- und KLasse-C-Rennwagen die 69. Auflage des Eifelrennens am Sonntag Morgen, die über die Nordschleife und die Grand Prix-Strecke gefahren wurde. Das über 300km laufende Rennen war in diesem Jahr besonders anspruchsvoll, da die gesamte Bandbreite des typischen Eifelwetters bot. Zum Freitagstraining was es trocken, aber starker Nebel brauchte alten Ringkennern einen deutlichen Vorteil. Der Samstag war, bis auf einen kurzen Schauer am frühen Vormittag, sogar sonnig, aber der Sonntag war dann eine ganz besondere Herausforderung: das sehr wechselhafte Wetter, das von heftigen Schaueren über leichten Niesel bis zu wenigen Minuten Sonnenschein alles zeigte, was in der Eifel möglich ist, forderte Fahrer und Boxenmannschaften ganz besonders. Auf der Nordschleife waren Teile der Strecke extrem naß, andere trocken mit guten Grip und wieder andere boten den Reifen kaum Haftung. Die Wahl der Reifen war folglich nicht gerade einfach und viele Teilnehmer brachten ihre Mechaniker gewaltig ins Schwitzen - wenn sie überhaupt über die Runden kamen. Schon die startkollision sortierte einige Fahrzeuge direkt aus und die vielen Feindberührungen während des Rennens führten anch der Zielflagge zu einigen heftigen Debatten im Fahrerlager. Für Unterhaltung der 28.000 Zuschauern, die der Eifel trotzen, war also gesorgt, auch wenn man sich beim Thema "100 Jahre Alfa" und mehr gewünscht hätte. Während Mercedes die Ausstellungstücke der Techno-Klassika und der gerade zu Ende gegangenen Sonderausstellung im Mercedes-Museum ins Fahrerlager und auch auf die Strecke brachte, gab es bei Alfa nichts zu sehen, was nicht auch in den vergangenen Jahren gezeigt worden wäre. Ein reiches Angebot an Büchern, Automobilia und Kunst ergänzte die Rennen.
(Text: Dieter Roßbach )
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