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VLN DMV Grenzlandrennen: Haribo macht Manthey froh 21.07.2010
Mit dem 33. RCM DMV Grenzlandrennen ist die VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring in die zweite Saisonhälfte gestartet. Dabei war der sechste von zehn Wertungsläufen in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes. Offiziell war das Rennen in die Nürburgring Performance Days integriert worden, für die die Veranstalter ein Wochenende voller Motorsport-Action versprachen. Dieses Versprechen wurde zumindest am Samstag von der VLN gehalten, obwohl das Teilnehmerfeld zum ersten Mal in diesem Jahr weniger als 150 Fahrzeuge umfasste. Trotzdem wurde den Fans entlang des Nürburgrings einiges geboten. Bereits im Zeittraining war ein enger Kampf um die Spitzenpositionen entbrannt, den am Ende Romain Dumas und Arno Klasen für sich entschieden. Damit konnten Arno Klasen und das Team Manthey Racing nahtlos an den Erfolg beim letzten Lauf anschließen. Dort hatte Klasen zusammen mit Marc Lieb den Gesamtsieg geholt. Nun stand er mit Dumas als neuem Teamkollegen auf der Pole Position. Weniger als eine Sekunde zurück waren Frank Stippler, Marc Basseng und Hans-Joachim Stuck im Audi R8 des Team Phoenix Racing. Genau auf dieser zweiten Position liegend war Stuck beim vorigen Lauf verunfallt und zur Vorsorge ins Krankenhaus gebracht worden. Nur zwei Wochen später wollte er nun endlich den lange überfälligen ersten Saisonsieg für Audi feiern und somit bot die zweite Startposition eine gute Ausgangslage für dieses Unterfangen. Zunächst verlief für Audi auch alles nach Plan. Zwar blieb das Trio am Start hinter dem gelben Manthey-Porsche auf Rang zwei, aber bereits nach der ersten Runde führte Audi das Feld an. Im Rückspiegel hielt sich aber nicht nur ein Manthey-Porsche, sondern deren gleich zwei. Christian Menzel und Lance David Arnold im Haribo Team Manthey Porsche 911 GT3 R, von Position drei gestartet, meldeten frühzeitig Ambitionen nach vorne an. Dies wurde spätestens in der dritten Runde deutlich, als sie ihre Teamkollegen Klasen und Dumas von der zweiten Position verdrängten.
Nur eine Runde später fehlte der gelbe Manthey-Porsche dann gänzlich im Klassement. Auf einer Spur aus Betriebsmitteln war Dumas im Bereich Klostertal von der Strecke gerutscht und musste das Rennen beenden. Somit stand schon früh fest, dass es einen neuen Gesamtsieger geben wird. Von den bisherigen fünf Läufen hatte Manthey drei gewonnen. Die restlichen beiden gingen auf das Konto von Mamerow Racing, die aber bereits im Training fehlten. An der Spitze lag weiterhin Frank Stippler im Audi, der immer stärker von Arnold im Porsche bedrängt wurde. Der Abstand zur drittplatzierten Viper von Mintgen Motorsport wuchs hingegen kontinuierlich an. Nach einer Stunde bot sich Arnold die Gelegenheit für einen Platztausch. Bereits auf der Start- und Zielgeraden konnte er sich neben den Audi setzen, musste aber vor der ersten Kurve vorerst noch zurückstecken. In der Mercedes-Arena blieb Stippler dann kurzzeitig im Verkehr stecken und wurde von Arnold auf die zweite Position verwiesen. Im Zuge des ersten Boxenstopps konnte Stuck, der inzwischen den Audi übernommen hatte, die Führung zunächst wieder zurück erobern, musste sie aber wenig später erneut an Christian Menzel abgeben. Aber nicht nur an der Spitze wurde packender Motorsport gezeigt, auch in den kleineren Klassen kämpften die Teams um jeden Meter. Besonders in der teilnehmerstärksten Klasse, der SP3, zeigten die Teilnehmer spannende Duelle. Hier ist unter anderem auch die Renault Sport Speed Trophy zu Hause. Die Clio-Cup Fahrzeuge schlängelten sich immer im Pulk durch die Eifel und fochten ihren eigenen Markenpokal aus. Dieses Mal waren Elmar Jurek und Christian Franck die schnellsten Trophy-Piloten. Für sie reichte es auch zu Rang drei in der SP3, die von Mario Merten und Wolf Sylvester in einem BMW Z4 gewonnen wurde.
Während im Rest des Feldes noch intensive Rad-an-Rad-Kämpfe geführt wurden, konnte sich Christian Menzel etwas vom Audi R8 absetzen. Daraufhin wechselte man bei Phoenix Racing Tank-Strategie und kam früher zum nächsten Boxenstopp, um einen längeren letzten Stint fahren zu können. Dieser taktische Kniff sollte aber nicht aufgehen. Nach dem letzten, kurzen Tankstopp des Haribo-Porsche führte Arnold weiterhin mit etwa einer halben Minute Vorsprung und verteidigte diese auch bis ins Ziel. So siegte auch im sechsten Lauf ein Sportwagen aus dem Hause Porsche, bereits zum vierten Mal wurde der Siegerwagen vom Team von Olaf Manthey betreut. Hinter Lance David Arnold und Christian Menzel kamen Frank Stippler, Marc Basseng und Hans.Joachim Stuck auf Rang zwei ins Ziel. Dies bedeutete für Phoenix Racing den dritten zweiten Platz in Folge. Komplettiert wurde das Podium von Armin Hahne, Jochen Krumbach und Marc Gindorf, die ebenfalls einen Porsche aus dem Hause Manthey pilotierten. Für die bisherigen Tabellenführer Elmar Deegener, Jürgen Wohlfarth und Christoph Breuer lief das Rennen nicht nach Plan. Nach technischen Problemen an ihrem Audi TTs kamen sie über Platz sieben in ihrer Klasse nicht hinaus. Die neuen Führenden in der Meisterschaft sind, nach einem Klassensieg bei den VLN-Serienwagen bis 3.000 ccm Hubraum, Alexander Böhm, Philipp Leisen und Carsten Knechtges im BMW Z4 von Black Falcon. Der nächste Lauf in der Langstreckenmeisterschaft findet am 31. Juli statt. Wie jedes Jahr bildet das 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen den Saisonhöhepunkt der VLN, bevor es dann bei den verbleibenden drei Läufen in den Endkampf in Sachen Meistertitel geht.
(Text: Matthias Behrndt)
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