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Techno Classica: Von Krise keine Spur
09.04.2010
Pünktlich zum Beginn des Frühjahrs und zum Ende des Winterschlafs für manchen Oldtimer lockt die Techno Classica jedes Jahr die Klassiker-Gemeinde zum Saisonbeginn nach Essen. Die Jubiläen dieses Jahres sorgten für einen abwechslungsreichen Mix bei den Ausstellern: Porsche feiert den ersten Gesamtsieg in Le Mans vor 40 Jahren und brachte die Replika des roten Salzburg-Porsche, die sonst im Museum steht, in die Halle 3, Alfa zeigte in der gleichen Halle auf einer großen Ausstellungsfläche einige Höhepunkte der nun einhunderjährigen Geschichte. Das man auch auf kleinem Raum viel präsentieren kann, bewies wieder einmal die engagierte deutsche Citroen-Vertretung: zur Feier des vierzigstens Geburtstags des SM hatte man einen von nur zwei bei Chapron gebauten Staatskarossen auf SM-Basis aus Frankreich geholt. Datu wurde noch das GS-Jubiläum gewürdigt und als besonderer Höhepunkt für Kenner stand einer der M35 mit Wankelmotor in Essen. Wem das nicht reichte, der wurde beim Citroen-Club fündig. Ohnehin verdankt die Techno Classica ihre Attraktivität zu einem guten Teil dem Clubleben. Ein gutes Beispiel dafür ist der Auftritt von Ford, der komplett von den Clubs getragen wurde und bewies, dass man auch ohne Werksmuseum seltene Fahrzeuge zeigen kann: Blickfang waren hier ein Deutsch-Coupé und -Cabriolet auf „Badewannen“-Basis. Auch BMW verließ sich wieder auf die sehr aktiven Clubs und ergänzte deren Auswahl mit einigen eigenen Stücken. Aber der Beitrag der Werke soll natürlich nicht geschmälert werden: VW und Mercedes belegten jeweils eine halbe Halle – und füllten sie mit dem besten was die Archive hergeben. Während Volkswagen die 20 Jahre Golf Country, 30 Jahre Dakar-Sieg des VW Iltis und 40 Jahre VW K70 groß feierte, waren Audi 30 Jahre Quattro nur einen spärlichen Auftritt wert. Die Autostadt zeigte ein Rometsch Beeskow Cabriolet und Coupé, ein Beutler Spezial Cabriolet, ein Volkswagen Typ 14A Hebmüller Cabriolet, ein VW-Denzel Sport und weitere nur wenig bekannte Highlights aus der Volkswagen-Geschichte. Gut gefüllt waren auch das Freigelände und die Stände der Fahrzeughändler, wobei viele der Autos in hohen Preisregionen auch schon auf der Retromobile im Angebot waren.
(Text: Dieter Roßbach )
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