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38. AVD-Oldtimer-Grand-Prix: Eifel-Fest 25.08.2010
Auf die Eifel ist Verlass: Während samstags sommerliches Wetter zum entspannten Flanieren einlud, trübte am Sonntag Dauerregen den Spaß am alten Blech. Das tat dem größten historischen Rennsportereignis Europas keinen Abbruch: Zwölf Rennen und Präsentationsläufe, 600 Fahrer aus 20 Nationen und mehr als 60 000 Besucher bildeten den Rahmen für die Traditionsveranstaltung. Gleich drei der seltenen Maserati "Birdcage" gingen an den Start, genau 50 Jahre nachdem dieser Wagen zum ersten Mal eingesetzt worden war. Damals, bei der Premiere 1960, fiel der "Birdcage" mit Chuck Daigh und Master Gregory am Steuer aus. Dieses Schicksal ereilte Frank Stippler auch im gestrigen Abendrennen auf den letzten Runden. Und so siegte der Brite Alan Minshaw in seinem roten Maserati Tipo 61. Den dritten Vogelkäfig-Maserati (Tipo 63 / Baujahr 1960) hatte der Österreicher Egon Hofer an den Ring gebracht.
Spannung war auch beim Revival Deutsche Rennsportmeisterschaft 1972-1981 angesagt. Ein großes Feld aus Ford Capri RS, Escort RS, BMW 3.0 CSL und Porsche RSR duellierten sich mit den legendären BMW M1 aus der Procar-Serie. Der dreifache LM-Sieger, DTM-Meister und GT-Weltmeister Klaus Ludwig ging auf einem Porsche 911 RSR 3.0 von 1975 an den Start. Teamkollege Chris Stahl aus Bonn hatte den Kremer Porsche, mit dem Ludwig an den Start ging, erst vor wenigen Wochen gekauft. Das Auto stand im Museum, war lange nicht gelaufen. "Wir sind letzten Dienstag an den Ring gekommen und haben den K3 quasi wieder zum Leben erweckt", erzählte Klaus Ludwig. "Wir hatten erst ein paar Probleme, Freitag noch ein Leck im Getriebe, aber gestern lief das Auto dank der tollen Arbeit der Mechaniker traumhaft. Es war ein wunderschönes Gefühl, hier mitzufahren! Ich konnte mich gar nicht mehr richtig erinnern, wie das war vor 30 Jahren". Jaguar feierte im Rahmen des AvD-Oldtimer-Grand-Prix 75jähriges Markenjubiläum und stellte die wichtigsten Sportwagen aus. Neben dem R3, den Irvine in der Formel 1-Saison 2002 steuerte, war auch eines der ersten Jaguar-Modelle - ein SS 100 - sowie der Star der 50er Jahre, der XK 120, zu sehen. Ein weiteres Highlight des Wochenendes war wieder einmal der Auftritt der Formel-1-Boliden der Arrows-, Tyrrell- und Lotus-Ära, der Zeit also, in der der Ring zur "Grünen Hölle" wurde.
(Text: rr/pt)
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