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FIA GT Nürburgring: Michael Bartels und Andrea Bertolini verlieren Reifenpoker 01.09.2010
Erstmals seit 2001 gab die FIA-GT wieder ein Gastspiel in der Eifel. Anstelle des traditionellen ADAC-1000-Kilometer-Rennens wurde in diesem Jahr der sechste von zehn Läufen zur FIA-GT1-WM auf dem Nürburgring ausgetragen. Die GT1-Weltmeisterschaft trat 2010 die Nachfolge der FIA-GT-Meisterschaft an. Eingesetzt werden Rennwagen, die auf den Straßenversionen hochkarätiger Sportfahrzeuge basieren. Sechs Fabrikate stehen bei den diesjährigen Läufen am Start: Aston Martin DB9, Corvette Z06, Ford GT, Lamborghini Murciélago RS-V, Maserati MC 12 und Nissan GT-R. Für jede Marke sind zwei Teams mit jeweils zwei Fahrzeugen dabei am Start stehen somit 24 Fahrzeuge und 48 Fahrer. Das Konzept sieht vor, dass die zwölf Teams jeweils unabhängig vom Hersteller des eingesetzten Fahrzeugs sind die FIA-GT1-WM besteht damit aus professionell arbeitenden „Privatteams”, die aber von den Herstellern unterstützt werden. In drei Qualifying-Sessions wird die Startreihenfolge für das Qualifying-Rennen ermittelt, in dem die drei Erstplatzierten bereits Meisterschaftspunkte einfahren. Das Ergebnis dieses Laufes entspricht dann der Startaufstellung für das Hauptrennen. In den zwei einstündigen Rennen des Wochenendes ist je ein Pflichtboxenstopp vorgeschrieben, jeweils zwei Piloten wechseln sich im Cockpit ab.
Als Tabellenführer waren die Maserati-Piloten Michael Bartels und Andrea Bertolini in die Eifel gereist. Sie gingen von Startplatz fünf in das Qualifikations-Rennen, in das Darren Turner und Tomas Enge im Aston Martin DB9 von der Pole Position starteten. Nach dem Start kam es eingangs der Mercedes-Arena zu mehreren Kollisionen, denen der Nissan von Krumm/Dumbreck und der Aston Martin von Makowiecki/Clairay zum Opfer fielen. Auf der trockenen Piste ging zunächst die Corvette Hennerici/Margaritis in Führung, aber schon in Runde drei setzten sich die Pole-Setter durch und übernahmen die Spitze. Zwar ließ der wolkenverhangene Eifelhimmel nichts Gutes erahnen, aber als die Boxenstopps anstanden, war es noch trocken und so wechselte das gesamte Feld auf Slicks. Das bereinigte Klassement sah unverändert Turner/Enge (Aston Martin) vor Hennerici/Margaritis (Corvette), Nygaard/Mücke (Aston Martin) und Bartels/Bertolini (Maserati) vorn. Wenige Minuten später öffnete der Himmel seine Schleusen und es begann heftig zu regnen. Während die meisten Teams auf Regenreifen wechselten, gingen vier Fahrer das Risiko ein, das Rennen auf Slicks fortzusetzen. So übernahmen Bartels/Bertolini die Führung und hatten 15 Minuten vor Ende des Rennens fast 20 Sekunden Vorsprung vor den heranstürmenden Turner/Enge. Nur eine Runde später war der Vorsprung der Maserati-Mannschaft bereits auf zwei Sekunden geschrumpft. Bartels/Bertolini mussten bei dem noch stärker einsetzenden Regen chancenlos hinnehmen, dass sie nach hinten durchgereicht und am Ende nur Zehnte wurden. Turner/Enge fuhren dieses Rennen sicher nach Hause und gewannen vor Hennerici/Margaritis und Kox/Haase (Lamborghini).
Damit standen die Chancen der Tabellenführer für das Hauptrennen denkbar schlecht. Wie am Vortag krachte es nach dem Start eingangs der Mercedes-Arena. Heger/Müller (Maserati) und Kuppens/Palttala (Ford) rutschten dabei von der Strecke, konnten das Rennen aber fortsetzen. Wieder fuhren Turner/Enge unbedrängt an der Spitze, die ihnen bis ins Ziel niemand streitig machen konnte. Sie gewannen erneut, nun vor Kox/Haase und Hennerici/Margaritis. Bartels/Bertolini kamen nach sauberer Fahrt als Sechste ins Ziel und retteten wichtige acht WM-Punkte. Da ihr engster Verfolger in der Tabelle, Thomas Mutsch im Ford GT, nicht in die Punkteränge kam, haben die Maserati-Piloten ihren Vorsprung in der Tabelle sogar ausbauen können. Sie führen nun mit beide 91 Punkten vor Mutsch (77 Punkte) sowie Darren Turner und Tomas Enge, die beide je 65 Zähler auf ihrem Konto haben.
(Text: Michael Behrndt) Seite merken bei:
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