|
|
|
|
Porsche 911 Speedster: Vierte Auflage in Kleinserie
22.09.2010
Im Jahr 1953 brachte Porsche ein für Amerika entworfenes Sparmodell der 356er Baureihe auf den Markt, den Speedster. Zwei Sportschalensitze, Türen mit einsteckbaren Seitenscheiben aus Kunststoff und eine gekürzte, elegant gebogene Windschutzscheibe und ein sehr einfaches Verdeck senkten nicht nur den Preis, sondern auch das Gewicht - ideale Voraussetzungen für eine Sportlerkarriere. Damals noch billig zu haben, sind Speedster heute gesuchte Klassiker am oberen Ende der Preisliste für Porsche 356. 1988 feierte der Speedster auf Basis des 911 Carrera eine Renaissance, ergänzt um ein weiteres Merkmal: Der Verdeckkastendeckel wies erstmals eine charakteristische Doppelhutze auf, und auf die Positionierung als Sparmodell hatte man in Stuttgart verzichtet: Der Neue kostete deutlich mehr als ein vergleichbares Cabriolet. Auch in der nächsten Evolutionsstufe des 911 Carrera gab es1993/1994 wieder einen Speedster. Jetzt folgt die vierte Auflage, Porsche legt einen neuen 911 Speedster als Kleinserie auf. Als Hommage an das erste Porsche-Modell mit dem Namen Speedster ist das neue Modell auf nur 356 Exemplare limitiert. Der Zweisitzer unterscheidet sich deutlich von den anderen Mitgliedern der Elfer-Familie. Die 60 Millimeter niedrigere, stärker geneigte Frontscheibe, die flache Kontur des manuellen Verdecks und die charakteristische Doppelhutze auf dem Verdeckkastendeckel und die im Heckbereich 44 Millimeter breitere Karosserie prägen das Profil des neuen 911 Speedster. Der neue 911 Speedster verbindet die klassischen Merkmale eines Porsche mit der verbesserten Performance der aktuellen 911-Generation: 408 PS /300 kW leistet der 3,8-Liter-Sechszylinder-Boxermotor, 23 PS mehr als im 911 Carrera S. Mit einem Durchschnittsverbrauch von 10,3 Litern auf 100 Kilometer bleibt der neue Speedster auf dem Niveau des 911 Carrera S Cabriolet ohne Leistungssteigerung. Die Kraftübertragung zur Hinterachse mit serienmäßigem Sperrdifferenzial übernimmt ein Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen. Ebenso serienmäßig sind die aktive Radaufhängung und Keramikbremsen. Der aktuelle Speedster wurde von Porsche Exclusive konzipiert – dem unternehmenseigenen Veredler, der auf Individualisierungen von Porsche-Fahrzeugen und Kleinserien spezialisiert ist. Der 911 Speedster leitet das 25-jährige Jubiläum von Porsche Exclusive ein, das im Jahr 2011 gefeiert wird. Von der Sparausstattung des Urmodells hat sich der neue Speedster weit entfernt, er ist mit nahezu allen Optionen der 911-Baureihe ausgestattet, Das Interieur in schwarzem Glattleder mit zahlreichen Speedster-exklusiven Details in der jeweiligen Außenfarbe wird in Handarbeit veredelt, die Sportsitze erhalten Applikationen im Design einer Zielflagge in den Sitzmittelbahnen sowie die in Leder in Exterieurfarbe ausgeführten Sitzwangen. Den Speedster gibt es in zwei Farbvarianten, der für diese Baureihe exklusiven Farbe „Purblau“ oder Carreraweiß, dazu gibt es abgedunkelte Bugleuchten, schwarzen Scheinwerferringe, einen schwarze Windschutzscheibenrahmen sowie weiteren schwarzen Applikationen, eine spezielle Bugverkleidung, spezifische Seitenschweller und eine eigenständige Heckverkleidung. Seine Weltpremiere feiert der Porsche 911 Speedster Anfang Oktober auf dem Automobilsalon in Paris. In Deutschland kommt er im Dezember 2010 zum Preis von 201.682 Euro einschließlich länderspezifischer Ausstattung und 19 Prozent Mehrwertsteuer auf den Markt.
(Text: Dieter Roßbach )
Verwandte Themen:
Seite merken bei:
Weitere Themen: |
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||