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VLN DMV-250-Meilen: Mercedes-Triumph und Titelvorentscheidung 24.10.2010
Mit dem attraktivsten Teilnehmerfeld seit dem diesjährigen 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring konnte das 34. DMV-250-Meilen-Rennen aufwarten. Nach dem erfolgreichen Debüt des Mercedes-Benz SLS AMG GT3 beim vorhergehenden Lauf standen dieses Mal gleich zwei Silberpfeile am Start, eingesetzt durch Mamerow Racing und das Black Falcon Team. Mercedes-Werkspilot Bernd Schneider fuhr zusammen mit Chris Mamerow, Thomas Jäger teilte sich das Cockpit mit Christopher Haase. BMW setzte einen Werks-Z4 mit Dirk Adorf und Jörg Müller ein, Audi schickte den neuen TT RS mit Marc Hennerici und Christopher Mies ins Rennen, Werkspilot Marco Werner pilotierte zusammen mit Johannes Stuck einen der vier Audi A8 LMS. Im morgendlichen Zeittraining hatte Mamerow Racing die Nase vorne. Der zweite Mercedes hatte nur acht Sekunden Rückstand auf die Pole-Zeit, qualifizierte sich damit aber nur für Startplatz sieben. Davor zeigte die VLN ungewohnte Markenvielfalt. Ein Porsche 911 GT3, ein Audi R8 LMS und der Werks-BMW Z4 GT3 komplettierten die ersten beiden Startreihen.
Auch nach dem Start blieb die Markenvielfalt an der Spitze erhalten. Frank Stippler und Marc Basseng im Audi R8 übernahmen bereits in der zweiten Runde die Führung, konnten sich aber nicht absetzen. Die direkten Verfolger wechselten mehrfach. Auch die beiden Manthey-Porsche von Timo Bernhard, Arno Klasen und Lucas Luhr sowie Christian Menzel, Lance David Arnold und Richard Westbrook folgten dem Phoenix-Audi und übernahmen aufgrund von Boxenstopps zwischenzeitlich die Führung. Im weiteren Verlauf dieses Regenrennens wurde der Kreis der Sieganwärter immer kleiner. Erst verunglückte der Audi im Kesselchen, dann erwischte es den Haribo-Porsche von Menzel/Arnold/Westbrook. Ein technischer Defekt im Bereich Fuchsröhre zwang die Seriensieger zu einem vorzeitigen Ende. Während der Black Falcon-Mercedes die Spitzenposition verteidigte, musste das Schwesterauto aus dem Hause Mamerow vorzeitig abgestellt werden. Bei einem Leitplankenkontakt hatte die Aufhängung Schaden genommen und zwang das Team zur Aufgabe.
Hinter dem führenden Mercedes war es einmal mehr der grüngelbe Manthey-Porsche, der mit Topzeiten auf sich aufmerksam machte und binnen weniger Runden einen Rückstand von über einer Minute aufholte. Doch bevor es zu einem direkten Duell um die Führung kam, wurde das Rennen mit der roten Flagge beendet. Aufgrund von Graupelschauern hatte sich die Rennleitung entschlossen, das Rennen kurz vor Ende aus Sicherheitsgründen abzubrechen. So siegte zum ersten Mal seit 13 Rennen kein Porsche-Team. Thomas Jäger und Christopher Haase feierten im zweiten Rennen des Mercedes SLS AMG den ersten Mercedes-Sieg in der Langstreckenmeisterschaft seit 1998. Zweite wurden Timo Bernhard, Arno Klasen und Lucas Luhr im Manthey-Porsche vor Jörg Müller und Dirk Adorf im BMW Z4 GT3. Die Titelvergabe in der Langstreckenmeisterschaft 2010 ist so gut wie entschieden. Mario Merten und Wolf Sylvester stehen mit dem BMW Z 4 von Bonk Motorsport als neue Meister so gut wie fest. Sie liegen nach ihrem erneuten Klassensieg in der Tabelle uneinholbar in Führung. Nur ein Wertungsausschluss beim Saisonfinale am 31. Oktober könnte ihnen den Titel noch streitig machen, da dieser nicht als Streichresultat herangezogen werden dürfte.
(Text: Michael Behrndt/Matthias Behrndt) Seite merken bei:
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