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Opel Manta A: Mut zur Lücke 03.11.2010
Die Kunst, aus Nischenprodukten erfolgreiche Volumenmodelle zu entwickeln, beherrscht Opel bereits vor 40 Jahren. Ab 1970 erschliesst der Manta, ein dynamisch wirkendes Sportcoupé, ein neues Fahrzeugsegment für die Rüsselsheimer. Der Manta wird im September 1970 im Hotel Maritim, Timmendorfer Strand präsentiert. „Das Auto, das wir Ihnen heute vorstellen, stempelt kein anderes Modell zum alten Eisen, sondern gesellt sich zu unserem bisherigen Programm als wirkungsvolle Ergänzung und zur Deckung eines neu entstandenen Bedarfs“, heißt es im Pressetext. „Das Pendel schlug mal ein bisschen mehr hin zum herkömmlichen Coupé, ein andermal ein bisschen zur Limousine. Wir glauben, dass es sich jetzt beim Manta in den richtigen Relationen eingependelt hat.“ Vorbild sind die populären „Pony Cars“ aus den USA: ebenso formschöne wie familientaugliche Coupés.
Damit entspricht der Manta den Erfordernissen des Marktes. Ende der 60er Jahre finden immer mehr junge und jung gebliebene Autokäufer Gefallen an attraktiven Coupés. Individualismus ist gefragt, die formal eigenständige Linie des Manta kommt diesem Wunsch entgegen. Schon im ersten halben Verkaufsjahr 1970 setzt Opel 55.393 Einheiten ab. Bodengruppe und das für eine dynamische Gangart modifizierte Fahrwerk teilt sich der Manta mit dem gleichfalls neuen Ascona. Neu sind wie beim Ascona die 1,6-Liter-Motoren mit 68 und 80 PS. Der für das sportliche Manta „SR“-Modell angebotene 1,9-Liter-S-Motor stammt aus dem Rekord, leistet 90 PS und bleibt vorerst dem Manta vorbehalten. Den günstigsten Einstieg in die Manta-Baureihe markiert ab 1972 die 1,2-Liter-Version mit 60 PS, 1973 feiert der Manta GT/E auf der IAA Frankfurt Premiere, sein 1,9-Liter-Einspritzmotor mit Bosch L-Jetronic leistet 105 PS. Als erster Opel besitzt der Manta A eine elektronische Einspritzung. Damit ausgerüstet, verfügt der GT/E über ein Leistungsplus von 15 PS im Vergleich zum 1,9-Liter-S-Motor. Im Stil der Zeit verzichtet der Manta GT/E weitgehend auf Chromschmuck und setzt auf mattschwarz. Im April 1975, kurz vor dem Debüt des Manta B, erscheint das letzte Sondermodell: Der Manta "Black Magic" ist ganz in schwarz lackiert und trägt rot-orange Zierstreifen auf den Flanken. 498.553 Exemplare entstehen vom Manta A.
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