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Aktualisiert am 31.12.2011
© 2011 virto GmbH

Citroën Nemo: Kleine Fläche, große Vielfalt

15.02.2010

Citroen Nemo
Viel Platz auf kleiner Fläche: Der Citroën Nemo ist vielfältig nutzbar.
Doppelpfeil

Citroën hat mit dem kleinen Transporter Nemo die ideale Ausgangsbasis für ein extra-kompaktes Familienmobil im Programm. Kaum ein anderes Fahrzeug bietet auf so geringer Grundfläche so viel Raum. Auf knapp vier Metern Länge ist Platz für vier Erwachsene und die haben auch auf den Rücksitzen – dem hohen Dach sei Dank – viel Platz nach oben. Der Zustieg zur zweiten Reihe, die übrigens erstaunlich viel Fußraum bietet, erfolgt bequem über zwei Schiebetüren. Der Gepäckraum fasst rund 330 Liter und lässt sich durch den Ausbau der asymmetrisch klappbaren Rückbank sowie durch Nutzung des umklappbaren Beifahrersitzes (40 Euro Aufpreis) bis auf 2,8 Kubikmeter vergrößern. Die Zuladung beträgt respektable 440 Kilogramm.

Dass der Nemo ein enger Verwandter eines Nutzfahrzeugs ist, wurde geschickt kaschiert. Die PKW-Variante hat lackierte Stoßfänger und es gibt eine Reihe bunter und attraktiver Farbtöne. Ein zusätzliches Fenster streckt die Seitenlinie und sorgt für mehr Licht auf den hinteren Plätzen. Auch der Innenraum ist recht wohnlich eingerichtet. Der bequeme Fahrersitz ist höhenverstellbar und die Bedienungselemente lassen keine Wünsche offen. Die Instrumente sind gut ablesbar. Besonders griffgünstig sind die Regler für Radio und Heizung angebracht, der hochgesetzte Schalthebel der Fünfgang-Schaltung lässt die Gänge präzise einrasten.

Citroen Nemo
Die beiden Schiebetüren bieten einen bequemen Einstieg zur hinteren Sitzbank.
Doppelpfeil

Damit die Insassen entspannt ans Ziel kommen, ist die Grundabstimmung des Fahrwerks, komfortabel ausgelegt, der Abrollkomfort ist auf PKW-Niveau.

Zwei Motorisierungen gibt es: einen Benziner mit 73 PS und einen Diesel, der 68 PS leistet. Die Höchstgeschwindigkeit des 1,4-Liter-Turbo-Selbstzünders beträgt 151 Stundenkilometer, die des Benziners 155. Das reicht, um locker im Verkehr mitzuschwimmen.

Beide Aggregate sind von der Papierform her ähnlich: Wo beim Benziner aber die kleinste Steigung den Motor nach Drehzahl oder dem nächstkleineren Gang rufen lässt, geht der Diesel dynamischer ans Werk: Das höhere Drehmoment und die niedrigere Höchstdrehzahl machen diesen zum Antrieb der Wahl.

Den im türkischen Bursa gefertigten Nemo gibt es nur in einer Ausstattungslinie, und die ist recht komplett: Serienmäßig sind unter anderem ABS, elektrisch einstellbare und beheizbare Außenspiegel, Front- und Seitenairbags, elektrische Fensterheber vorne sowie eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung.

Citroen Nemo
Ergonomisch: Die Bedienung des Nemo gibt keine Rätsel auf.
Doppelpfeil

Empfehlenswert ist das Audio-Klima-Paket, bestehend aus manueller Klimaanlage und einem CD-Radio für 1390 Euro – eine Einparkhilfe für hinten und die Dachreling kosten zusammen nochmals 590 Euro extra. ESP oder einen Partikelfilter für den Diesel hat sich Citroën gespart. Trotzdem erfüllt das kleine Multitalent die Euro IV-Norm und entlässt nur 119 g/km CO2 in die Umwelt.

Das Grundmotiv des Nemo heißt Sparen: Der Normverbrauch des HDi 70 liegt bei 4,6 Liter Diesel auf 100 Kilometer, der Basispreis beträgt 14 990 Euro. Wem das noch zu teuer ist, kann zum 1,2-Liter-Benziner greifen, der auch nur genügsame 6,5 Liter Benzin auf 100 Kilometer verbraucht und lediglich 12 990 Euro kostet.

(Text: Rainer Roßbach)
(Fotos: Citroën)

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