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Subaru Legacy Kombi 2.0D: Einer für vieles 24.03.2010
Trotz permanentem Allradantrieb und formidablem, laufruhigem Boxermotor liegt Subarus Legacy Kombi unter dem Preisniveau eines VW Passat 2.0 TDI 4Motion. Im Gegensatz zum Wolfsburger Bestseller aber macht sich der Japaner hierzulande rar, was angesichts einer hohen Kundenzufriedenheit und der als besonders gut getesteten Werkstätten verwundert. Vielleicht liegt es daran, dass Subaru mit seinen Antrieben aus der Reihe tanzt und vom Image her meist bei Grünröcken und Gutsbesitzern angesiedelt ist. Dabei ist der Legacy ein durchdachtes Alltagsauto, das neben seiner mechanischen Robustheit viel Komfort und eine gute Funktionalität bietet. Mit einem Radstand von 2750 mm und einer Gesamtlänge von 4775 mm bietet der Kombi kommode Platzverhältnisse, besonders auch für die Passagiere in der zweiten Reihe. Komfortable Sitze mit qualitativ hochwertigen Bezügen sorgen für Bequemlichkeit, und der Fahrersitz ist in nicht weniger als zehn Stufen verstellbar eine optimale Sitzposition zu finden ist also keine Kunst. Auch die klar gestalteten Rundinstrumente, das formschöne und griffige Lenkrad sowie der gut in der Hand liegende Schalthebel tragen dazu bei, dass man als Fahrer im Legacy immer eine perfekte Position findet.
Die Blenden der Mittelkonsole sind alufarben lackiert, die Oberflächen weisen eine angenehme Optik auf, und der Innenraum ist in einer gediegen konservativen Form ausgeführt, die Zeitlosigkeit ausstrahlt. Der lange Radstand kommt auch dem Laderaum zugute: 526 Liter sind es bis zur Fensterunterkante, und nach dem Umklappen der Rückbank beträgt das Volumen 1726 Liter. Der Innenraum ist solide verarbeitet. Vierkanal-ABS, ESP und sechs Airbags gehören ebenso zur Grundausstattung wie Gurtstraffer mit Gurtkraftbegrenzer, Klimaautomatik, CD-Wechsler, Tempomat, Nebelleuchten sowie elektrisch anklappbare Spiegel. Außen verzichtet der Legacy auf modische Effekte: Ein chromumfasster Kühler mit den sieben Planeten im Zentrum, eine bullige Hutze auf der Motorhaube, leicht ausgestellte Radhäuser zur Akzentuierung der lang gestreckten Silhouette sowie kräftig geformte Rückleuchten, die durch eine Chromleiste verbunden sind, reichen für einen eleganten und soliden Auftritt. Das Fahrwerk, bestehend aus vorderen Einzelradaufhängungen mit Dreipunkt-Querlenkern und einer hinteren Doppelquerlenkerachse, ist recht straff, bietet dank Allradantrieb viel Traktion und gibt dem 1500 Kilogramm schweren Subaru eine unvermutete Leichtfüßigkeit. Das ist ein Verdienst der exakt definierten Lenkung, aber auch des Zweiliter-Leichtmetall-Vierzylinder-Motors, der 150 PS leistet und zwischen 1800 und 2400 U/min ein beachtliches Drehmoment von 350 Nm bereithält. Damit erreicht der Legacy eine Spitzengeschwindigkeit von mehr als 200 Stundenkilometern, den Spurt von Null auf 100 km/h erledigt der Fünfsitzer in rund 9,3 Sekunden.
Der Common-Rail-Boxermotor arbeitet leise wie ein Benziner, Steuerketten statt Zahnriemen machen das Aggregat, das die EU5-Norm erfüllt, wartungsarm. Der mittlere Verbrauch von 6,1 Liter auf 100 Kilometer, bei einem Tankinhalt von 65 Litern, macht lange Reiseetappen möglich. Die Kraftübertragung auf die Straße erfolgt Subaru-typisch über einen permanenten Allradantrieb mit symmetrischer Antriebskraftverteilung, der ein Differential mit selbsttätig einsetzender Viskosperre aufweist. Als Bremsen kommen vorne innenbelüftete und hinten konventionelle Scheiben zum Einsatz. Rund 30 000 Euro kostet die Einstiegsvariante des Zweiliter-Diesels. Das ist, angesichts der kompletten Serienausstattung, ein moderater Preis für ein Auto, das exklusiven Status und gute Qualität bietet.
(Text: Rainer Roßbach) Seite merken bei:
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