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Aktualisiert am 31.12.2011
© 2011 virto GmbH
Ferrari 212 E Montagna: Überflieger

31.01.2011

Ferrari 212 E
1968 testet Chris Amon den 212E in Vallelunga: Noch hat der Bergspider Frontlampen und die Spoiler sind klein.
Doppelpfeil

1969 ist das Jahr, in dem Ferrari erneut um den Titel in der Europabergmeisterschaft kämpfen will – und die Konkurrenz scheint stark: Porsches Bergspider 909 mit sagenhaft niedrigem Gewicht - man spricht von 375 Kilogramm - und hoher spezifischer Leistung scheint der Gegner zu sein, der geschlagen werden muss.

Während Porsche das Florett bevorzugt, setzen die Italiener auf den Säbel. Da Modena nicht über das Stuttgarter Know-How im Leichtbau verfügt - der 212 E Montagna bringt 500 Kilogramm auf die Waage - muss Leistung her, und die gibt es in Form eines flachen Zweiliter-V12, der auf das 1,5-Liter-Formel-1-Aggregat aus den Jahren 1964 und 1965 zurückgeht. Damit stehen im ersten Anlauf gesunde 290 PS bei 11.800 Umdrehungen zur Verfügung – das soll reichen, um siegfähig zu sein.

Fahrwerk und Karosserie stammen gleichfalls aus dem Regal: Aufhängungen und Fahrwerk sind dem 1967er Dino 206 entliehen, die Karosserie dagegen ist inspiriert vom bislang stärksten in Maranello gebauten Rennwagen. Mit diesem, dem 612 Spider, tritt Ferraris Nummer-eins-Fahrer Chris Amon 1968 sporadisch in der nordamerikanischen Can-Am-Serie an.

Ferrari 212 E
In Trento-Bondone deklassiert Peter Schetty den zweitplatzierten Arturo Merzario (Abarth) um eine halbe Minute.
Doppelpfeil

Kennzeichnend für den potenten Sechsliter sind die gradlinige Form, ausgeprägte seitliche Frontspoiler sowie ein groß dimensionierter Flügel am Heck, der direkt auf die obere Karosseriekante montiert ist. Fahren soll den neu entwickelten Bergsprinter der Baseler Peter Schetty, der als Abarth-Werkspilot 1967 Dritter der Gesamtwertung hinter den schnellen Porsche 910 Spyder von Gerhard Mitter und Rolf Stommelen ist.

1968 hat der schnelle Eidgenosse vornehmlich mit der Entwicklung des 212 E zu tun, die in Maranello und Vallelunga vonstatten geht. Im Laufe der Evolution, an der auch Chris Amon beteiligt ist, wird die Karosserie gradliniger, und dem kleinen Zwölfzylinder entlocken die Techniker weitere zehn Pferdestärken. Die Scheinwerfer, die zuerst noch vorgesehen sind, verschwinden ganz, der Benzintank wird auf die kleinstmögliche Größe geschrumpft, Front- und Heckspoiler werden in Form und Größe optimiert. Dazu kommt der Verzicht auf eine Kühlung der Bremsen – damit soll gewährleistet sein, dass sie auf den teilweise extrem kurzen Sprintstrecken schnell auf Betriebstemperatur kommen. Nach diesem Feinschliff scheint der kleine rote Prototyp konkurrenzfähig und bereit für die Berge.

Ferrari 212 E
Auch im schweizerischen Ollon-Villars ist der Ferrari drückend überlegen: Silvio Moser auf dem Formel-1-Brabham BT24 hat das Nachsehen.
Doppelpfeil

Die Frage nach der Wettbewerbsfähigkeit stellt sich nicht wirklich, da der einzige ernst zu nehmende Konkurrent nicht antritt. Porsche verzichtet auf die Teilnahme an der Europa-Bergmeisterschaft und konzentriert sich ganz auf die Marken-WM und den Einsatz und die Entwicklung von Porsche 908 sowie 917.

Der 212 E Montagna ist schließlich drückend überlegen. Der schnellste Verfolger, Johannes Ortner auf Abarth 2000, verliert zum Teil eine halbe Minute gegen das Kraftpaket aus Maranello. Sieben Siege in Folge, die meisten mit Streckenrekord, sichern Peter Schetty und Ferrari überlegen die 1969er Meisterschaft. Das Team enteilt der Konkurrenz vollständig. So hat etwa Schettys Rekordzeit auf der Strecke von Cesana-Sestrière volle 13 Jahre Bestand, bevor Mauro Nesti sie mit einem Osella-BMW unterbietet.

(Text: Rainer Roßbach )
(Fotos: Pressefotos/N.N.)

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