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Aktualisiert am 31.12.2011
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VLN 6-Stunden-Ruhr-Pokal: Wetter-Krimi

01.09.2011

VLN4
Start frei für das zweite 6-Stunden-Rennen des Jahres.
Doppelpfeil

Die Wetterkapriolen rund um das 6-Stunden-Rennen hätte man getrost als typisches Eifelwetter bezeichnen können. Auf eine entsprechende Bemerkung antwortete ein einheimischer Streckenposten jedoch: "Das hat mit der Eifel nichts zu tun. Das Sommerwetter ist in ganz Deutschland schlecht!"

Wo auch immer letztlich die Ursachen lagen, das wechselhafte Wetter bescherte den Zuschauern ein sehr abwechslungsreiches Rennen, für das es zahlreiche Anwärter auf den Gesamtsieg gab. Manthey-Racing mit dem von Marc Lieb, Lucas Luhr und Arno Klasen gesteuerten Porsche 911 GT3 R durfte dabei als Top-Favorit gelten, aber auch die Fahrerbesatzungen der Mercedes SLS AMG GT3 von Rowe-Racing und von Mamerow machten sich berechtigte Hoffnungen, ebenso die Audi-Teams von Audi race experience und Phoenix sowie natürlich die Porsche-Mannschaft um Klaus Abbelen und Sabine Schmitz.

Schon das Zeittraining endete mit einer Überraschung. Frank Biela, Christian Hohenadel und Michael Ammermüller fuhren mit ihrem frontgetriebenen Audi TT RS die schnellste Zeit. Da die drei Startgruppen im Langstreckenpokal nach Klassen eingeteilt und die erzielten Zeiten im Training nur für den Startplatz innerhalb der Gruppe gewertet werden, starteten sie aber nicht von der Pole Position. Nur die hubraumstärksten Fahrzeuge sind der ersten Gruppe zugeordnet und so mussten die Raeder-Mannschaft mit dem besten Startplatz in der zweiten Startergruppe vorlieb nehmen, in der auch ihre Klasse, die der VLN Specials mit mehr als 2000 ccm bis 2600 ccm mit Turbolader eingeordnet war.

Sabine Schmitz übernahm beim Start kurz die Führung, musste dann aber Manuel Lauck Porsche 911 GT3 R von Pinta Racing den Vortritt lassen. Am Ende der ersten Runde lag Chris Mamerow mit seinem Mercedes in Führung und schon jetzt begann eine lange Reihe von Boxenstopps, die auch die Mechaniker zu den Stars des Rennens werden ließen.

Das sehr wechselhafte Wetter wirbelte das Klassement mehrfach durcheinander. Starke Regenschauer wechselten sich mit warmen Sonnenschein ab, die Bedingungen auf der Piste Änderten sich ständig und waren, Nürburgring-typisch, auf der 24,433 Kilometer langen Strecke für die Fahrer schwer kalkulierbar. Durch die dadurch erforderlichen häufigen Boxenstopps wechselte die Führung nun häufig und der Rennverlauf blieb spannend. Biela/Hohenadel/Ammermüller profitierten dabei besonders vom Frontantrieb ihres Audi TT RS und arbeiteten sich konstant nach vorn. Nach einer Stunde lagen sie bereits auf Rang drei der Gesamtwertung. Anderthalb Stunden vor Schluss führten Lieb/Luhr/Klasen im Manthey-Porsche mit einem komfortablen Vorsprung von mehr als zwei Minuten, dann machte ihr Ausfall nach einem Unfall am Bergwerk das Rennen noch einmal spannend.

Biela/Hohenadel/Ammermüller erbten die FÜhrung und lagen 44,5 Sekunden vor Abbelen/Schmitz/Kentenich im Frikadelli-Porsche. Dieses Team setzte nun alles auf eine Karte und verringerte den Vorsprung des Audi TT RS um bis zu zehn Sekunden pro Runde. Die Chance auf den möglichen Gesamtsieg war 39 Minuten vor Ablauf der sechs Stunden Renndauer aber vertan, ein Unfall beendete die schnelle Fahrt des Porsche 911 GT3 R.

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Das Frikadelli-Team führte das Feld in die erste von 35 Runden.
Doppelpfeil

Christopher Haase, Christopher Mies und Luca Ludwig erbten den zweiten Platz und machten nun ihrerseits mit dem Phoenix-Audi R8 LMS Jagd auf ihre Markenkollegen. Luca Ludwig hatte schon vor dem Rennen die Hoffnung geäußert, endlich einem auf einen Podiumsplatz im Langstreckenpokal fahren zu können. Als der führende Audi TT RS 14 Minuten vor dem geplanten Ende des Rennens die Box ansteuerte, war für den Sohn von DTM-Rennlegende Klaus Ludwig sogar der Sieg möglich.

Am führenden Audi stellten die Mechaniker Spiel im Radlager fest. Ammermüller nahm zwar trotzdem das Rennen wieder auf, aber der Vorsprung war dahin und der Phoenix-Audi hatte inzwischen die Führung Übernommen. Ein letztes Mal griff nun das Wetter in das Geschehen ein. Erneut einsetzender Regen führte bei Aremberg, am Wehrseifen, bei Breidscheid und am Brünnchen zu Aquaplaning und so brachen die Verantwortlichen um 17:53 Uhr das Rennen mit der roten Flagge ab. „Die Fahrzeuge rutschten selbst bei Geschwindigkeiten von 30 km/h unkontrolliert von der Strecke“, begründete Rennleiter Horst Golombeck seinen Entschluss. „Daher sahen wir uns gezwungen, das Rennen vorzeitig zu beenden.“ Wie in solchen Fällen üblich, wurde nun das Klassement der letzten regulär absolvierten Runde als Gesamtergebnis gewertet und so reichte es für Biela/Hohenadel/Ammermüller im Audi TT RS nach der Trainingsbestzeit auch noch zur ganz großen Sensation, sie siegten vor Haase/Mies/Ludwig im Audi R8 LMS und Pedro Lamy/Marko Hartung, die dem Team Schubert-Team mit ihrem BMW Z4 GT3 die erste Podiumsplatzierung der Saison 2011 sicherten.

Neue Spitzenreiter in der Meisterschafts-Tabelle sind Wolfgang Weber, Norbert Bermes und Rickard Nilssan, die mit dem Aston Martin Vantage von Mathol-Racing den sechsten Sieg bei den GT4-Fahrzeugen feiern konnten. Der nächste Lauf zur Langstreckenmeisterschaft findet mit dem 43. ADAC Barbarossapreis am 24. September statt.

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Der Audi TTRS führte die zweite Startgruppe an, war aber Trainingsschnellster.
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Zahlreiche Regenschauer würfelten das Klassement häufig durcheinander.
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Lange Gischtfahnen zogen nicht nur die Audi R8 LMS hinter sich her.
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Schubert brachte beide BMW Z4 GT3 in die Top 5.
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Reader Motorsport siegt mit den frontgetriebenen Audi TTRS.
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Mathol-Racing eroberte mit dem sechsten Klassensieg die Meisterschaftsführung.
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Nur Rang acht für diesen Porsche GT3 R von Manthey Racing.
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Mies/Haase/Ludwig verpassten den Sieg im Audi R8 LMS nur knapp.
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Pedro Lamy und Marko Hartung wurden Dritte im Schubert Z4 GT3.
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Ein Unfall im Bergwerk stoppte den zweiten Porsche GT3 R von Manthey Racing.
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Die GT3-Boliden von Audi und Mercedes hatten keine Chance gegen den Audi TTRS.
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Sommerliche Bedingungen und teils starker Regen wechselten häufig.
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Trotz der widrigen Wetterbedingungen fanden zahlreiche Fans den Weg an die Strecke.
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Im Mittelfeld tummeln sich verschiedene Cup-Fahrzeuge, wie der SEAT Leon Supercopa.
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Rowe Racing verpasste als Vierter das Podium nur knapp.
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(Text: Michael Behrndt/Matthias Behrndt)
(Fotos: Michael Behrndt/Matthias Behrndt)

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