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Kia Sportage: Flotter Allradler
25.03.2011
Seit 1994 bietet der koreanische Hersteller den Sportage an. Waren die ersten Baureihen noch brav und bieder, so hat sich das Bild mittlerweile deutlich gewandelt. Die aktuelle Version aus der Feder des ehemaligen Audi-Designers Peter Schreyer bietet europäisches Styling, einen gut und klug eingerichteten Innenraum sowie zeitgemäße Technik. Der große, trapezförmige Kühlergrill, die mandelförmigen Scheinwerfer und das hervorgehobene Logo betonen die neue Markenpersönlichkeit. Eine hohe Schulter, kleine Fensterflächen und ausgestellte Kotflügel geben dem Sportage sein sportliches Aussehen. Mit 4,44 Meter Länge ist der Kia etwa gleich lang wie ein VW Tiguan. Das bringt auskömmlichen Nutzraum mit sich: Beginnend bei 465 Liter Volumen lässt sich das Gepäckabteil durch Umklappen der geteilten Rückbank bis auf 1353 Liter vergrößern. Die Zuladung liegt je nach Ausstattung bei 500 Kilogramm.
Der Fahrer blickt auf ein aufgeräumtes und modern gestaltetes Armaturenbrett mit zentralem Rundinstrument, das von zwei halbkreisförmigen Anzeigen flankiert wird. In der Mittelkonsole befindet sich der (optionale) Bildschirm für Audioanlage, Rückfahrkamera und Navigationssystem, darunter befinden sich die Schalter für Lüftungs- und Klimaanlage. Das griffige Lederlenkrad ist mit Funktionstasten versehen, mit dem kurzen Schalthebel wird das knackige Sechs-Gang-Getriebe geschaltet. Der Viertürer bietet kommode Plätze für vier Mitreisende, der fünfte Sitz auf dem Mittelplatz dagegen ist nur im Kurzstreckenbereich nutzbar. Zwei aufpreispflichtige Glasdächer, eines davon ein Schiebedach, bringen Licht und Luft ins Innere. Die Verarbeitung wirkt hochwertig, die Materialanmutung ebenfalls. Das Fahrverhalten des Kia Sportage gleicht mehr einem Personen- als einem Geländewagen. Das ist der recht direkt ausgelegten Lenkung zu verdanken, die den Kia agil wirken lässt. So beträgt etwa der Wendekreis nur 10,60 Meter, und der permanente, elektronisch gesteuerte Allradantrieb sorgt für eine gleichmäßig gute Traktion. Die Bremsen zeigen sich allen Bedingungen gewachsen.
Angetrieben wird der koreanische SUV von einem Zwei-Liter-Diesel mit 136 PS. Dieser entwickelt stattliche 319 Newtonmeter Drehmoment, die zwischen 1800 und 2500 Umdrehungen pro Minute anliegen. Damit lässt sich der 1500 Kilogramm schwere Sportage flott bewegen. Die 100 km/h-Grenze erreicht er nach 10,8 Sekunden; seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei etwa 180 Stundenkilometern. Der Durchschnittsverbrauch nach EU-Norm beträgt 5,5 Liter auf 100 km, die CO2-Emission: ermittelte 153 Gramm je Kilometer. Die Serienausstattung lässt kaum Wünsche offen: Unter anderem gibt es für 30 760 Euro 18-Zoll-Leichtmetallräder, ABS, ESC, eine Berganfahrhilfe, Sitzheizung, Xenon-Licht, LED-Tagfahrlicht, Abbiegelicht, eine Navigation mit Sieben-Zoll-Bildschirm, Smart Key sowie eine Zwei-Zonen-Klimaanlage. Die Aufpreisliste dagegen ist kurz: Teilledersitze kosten 750 Euro, das Panoramadach mit elektrischem Glasschiebedach 900 Euro und eine Metallic-Lackierung gibt es für 410 Euro.
(Text: Rainer Roßbach ) Seite merken bei:
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