|
|
|
|
Lexus CT200h: Kompakter Grüner
08.09.2011
Nur 2000 Autos hat Lexus 2010 in Deutschland abgesetzt. Zu wenig für den japanischen Premium-Hersteller, der sich als Herausforderer der deutschen Platzhirsche begreift. Was bislang im Portfolio gefehlt hat ist ein Kompakter im C-Segment, der für richtige Stückzahlen gut ist. Hier will die Toyota-Tochter mit dem CT 200h jene Kundschaft erreichen, der ein Öko-Label genauso wichtig ist wie das Image des Besonderen. Der Zweihunderter ist der erste Hybrid, der in der Kompaktklasse antritt. Grundlage dabei ist die bewährte Toyota-Technik aus Prius und Auris, die mit Ausstattungs-Luxus und verbesserter Fahrwerkstechnik angereichert ist. Der CT 200h hat wie der Prius einen 99 PS starken Vierzylinder-1,8-Liter-Benziner, der mit einem 82 PS starken Elektromotor gekoppelt ist. So kommt das System auf eine Gesamtleistung von 136 PS. Das reicht für eine Höchstgeschwindigkeit von 180 Stundenkilometern, wobei die Beschleunigung von Null auf 100 in 10,3 Sekunden möglich ist. Der mittlere Verbrauch liegt bei beachtlichen 3,8 Litern.
Mit der in der Nickel-Metallhydrid-Batterie gespeicherten Energie kann die Limousine etwa zwei Kilometer rein elektrisch fahren, wobei eine maximale Geschwindigkeit von 45 Stundenkilometer möglich ist. Als Fahrmodi stehen die Einstellungen Eco, Normal und Sport zur Wahl, die bestimmen, wie der Hybridantrieb auf den Gasbefehl reagiert. Auch Lenkung und ESP werden davon beeinflusst. Die Beschleunigung ist wenig spektakulär: das liegt am CVT-Getriebe, welches lastabhängig und kontinuierlich an Drehzahl zunimmt, ohne wirklich dynamisch zu überzeugen. Es arbeitet meist in einem wirkungsgradgünstigen Bereich und bei konstanter Fahrt sorgt eine lange Übersetzung für Sparsamkeit und geringe Fahrgeräusche. Das Fahrwerk dagegen bietet Komfort und Handlichkeit, was der aufwändigen Konstruktion der hinteren Mehrlenkerachse geschuldet ist. Damit fühlt sich der Lexus auf kurvigen Landstraßen ebenso zuhause wie auf der Autobahn. Im Innenraum findet sich die gewohnte Lexus-Qualität. Die Verarbeitung überzeugt, Kunststoffe und Verkleidungen entsprechen dem Niveau der Marke. Die Knöpfe wirken solide, die Regler massiv. Das solide Lenkrad ist mit griffsympathischen Material bezogen, die Sitze bieten guten Seitenhalt und eine großdimensionierte Sitzfläche, das hochwertige Cockpit ist konsequent auf den Fahrer ausgerichtet. Auch hinten finden Erwachsene genug Platz.
Der Kofferraum ist zweiteilig: unter einem Einlegeboden liegt ein Fach, dass vor allem für kleine Dinge geeignet ist. Der eigentliche Laderaum ist 375 Liter groß und kann auf maximal 985 Liter erweitert werden. Allerdings reicht er nicht bis zur hinteren Sitzlehne, da davor die Batterie den Platz benötigt. Die Basis-Ausstattung ist umfangreich. Neben einem Sicherheitspaket aus sieben Airbags und ESP gibt es ein ordentliches Komfortpaket, bestehend aus einem CD-Radio, einer Klimaautomatik, 15-Zoll-Alurädern und einer Fahrlichtautomatik. Dazu kommen Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber und elektrisch einstellbare Außenspiegel. Viele Extras wie etwa Parkradar können aber nur über zusätzliche Ausstattungspakete geordert werden, die von einem Aufpreis von 850 Euro für die Executive Line, 1830 Euro für die Dynamic Line bis hin zu 11.950 Euro mehr für die Impression Line reichen. Aber da die Basis das meiste schon mitbringt, ist der Preis von 28.900 Euro absolut konkurrenzfähig.
(Text: Rainer Roßbach)
Verwandte Themen:
Seite merken bei:
Weitere Themen: |
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||