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Porsche Sonderausstellung
Aktualisiert am 31.12.2011
© 2011 virto GmbH
Porsche Sonderausstellung: Pionier des Hybridantriebs

17.05.2011

Lohner-Porsche Semper Vivus
Der erste Hybrid: Porsches Nachbau ist fahrtüchtig.
Lupe

Das Museum der Porsche AG in Stuttgart, präsentiert im Rahmen der neuen Sonderausstellung „Ferdinand Porsche - Pionier des Hybridantriebs“ den Nachbau des ersten funktionsfähigen Hybridautomobils der Welt, den „Semper Vivus“. Mit der Konstruktion dieses Fahrzeugs hatte Ferdinand Porsche vor 111 Jahren technisches Neuland betreten. Bei diesem Fahrzeug bilden zwei mit Benzinmotoren gekoppelte Generatoren eine Ladeeinheit, die gleichzeitig Radnabenmotoren und Batterien mit Strom versorgen.

Die Sonderausstellung, die am 10. Mai beginnt, entführt den Besucher in die Anfänge der Ingenieursleistungen des jungen Ferdinand Porsche und erläutert die Technik des ersten seriellen Hybridautos. Weitere Sonderexponate, wie z. Bsp. ein Antriebsstrang des Geländewagens Cayenne sowie das Porsche Hybrid-Bike geben umfangreiche Einblicke in die Hybridtechnologie des Sportwagenherstellers. Eine Radnabe und ein DeDion-Bouton-Motor, der die Generatoren des „Semper Vivus“ antrieb, ergänzen die Exponate-Schau und demonstrieren, welche technischen Höchstleistungen bereits vor über einhundert Jahren möglich waren.

Das Fahren mit dem „Semper Vivus“ ist ein ebenso eindrucksvolles wie anstrengendes Erlebnis. Bei einer Vorderachslast von 1060 Kilogramm – hinten sind es 830 kg – wird das Lenken ohne Servounterstützung zur Schwerstarbeit. Dafür genießt der Fahrer mehr als zwei Meter über der Straße von seinem Einzelsitz aus einen souveränen Überblick. Die Besucher können sich von der Funktionstüchtigkeit des „Semper Vivus“ am vorletzten Wochenende im Mai, Samstag 21. und Sonntag 22. Mai, live überzeugen. Jeweils um 15 Uhr startet das Porsche-Museum Fahrdemonstrationen auf der Ausstellungsebene. Dazu stehen Porsche-Experten zur Geschichte und Technik dieses Fahrzeugs dem Publikum Rede und Antwort.

Die voll funktionstüchtige Replik des „Semper Vivus“ entstand auf der Grundlage von Konstruktionsskizzen und umfangreichen Recherchen. In Zusammenarbeit mit den Ingenieuren von Porsche Engineering und der Firma Karosseriebau Drescher aus Hinterzarten entstand ein originalgetreuer Nachbau, dessen visionäres Konzept auch heute noch beeindruckt. Der Bau des „Semper Vivus“ war auch 111 Jahre nach seiner Erfindung eine große Herausforderung für alle Beteiligten. Schließlich galt es nicht nur optisch eine maximale Detailtreue zu erreichen, sondern auch die Fahrleistungen des Originals zu erzielen.

Das Porsche-Museum ist dienstags bis sonntags von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene acht Euro, ermäßigt vier Euro. Kinder bis zu einem Alter von 14 Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt.

(Text: Dieter Roßbach )
(Bild: Dieter Roßbach )

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