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Art und Cars bei Mercedes: Sonderausstellung der Daimler-Kunstsammlung
18.05.2011
Vom 10. Mai bis zum 25. September 2011 ist die Daimler Kunst Sammlung erstmals zu Gast im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart. Die Ausstellung Art & Stars & Cars präsentiert rund 250 Werke von etwa 120 international renommierten Künstlern. Die Sonderschau reicht von Klassikern Konstruktiver und Konkreter Kunst aus dem süddeutschen Raum bis hin zu zeitgenössischen Fotografien und Videos internationaler Gegenwartskünstler. Zusätzlich wird die Ausstellung durch die Begegnung mit drei neuen künstlerischen Auftragsarbeiten bereichert. Art & Stars & Cars ist eine Ausstellung der 1977 gegründeten Daimler Kunst Sammlung. Die international renommierte Unternehmenssammlung umfasst rund 2000 Werke zu den Schwerpunkten abstrakte Avantgarden, junge Medienkunst und Automobil und ist mit 30 großen Skulpturen im öffentlichen Raum vertreten. Bislang war die Sammlung bei wechselnden Ausstellungen zwischen Singapur und São Paolo, Kapstadt und Wien zu sehen. Konzipiert nach chronologischen, ästhetischen und thematischen Kriterien werden Höhepunkte der Sammlung sowie drei neue Auftragsarbeiten den Automobilen im Mercedes-Benz Museum zur Seite gestellt. Den Auftakt bilden im Mythosraum 1 die Werke des Stuttgarter Hölzel-Kreises und die berühmte Cars-Serie von Andy Warhol im direkten Gegenüber mit den ersten Automobilen der Welt von Carl Benz und Gottlieb Daimler. Pietro Sanguinetis auto- wie kunstbezogene Wortskulpturen im Mythosraum 2 stehen im Kontext der Geburt der Wortmarke Mercedes im Jahr 1902. Der skulpturalen Präsenz der eleganten und schnellen Kompressorwagen der 1920er und 1930er Jahre im Mythosraum 3 antworten die großen, eleganten Objektbilder der Künstler John M. Armleder und Anselm Reyle. Zu entdecken sind weitere Kunstwerke wie die Videos von Kirsten Mosher, eine dynamische Lichtskulptur von Andreas Schmid und die einhundert Readymades von Armleder auf der Ladefläche eines Kastenwagens. Im Mythosraum 5 überrascht eine Mimikry besonderer Art: Der Mercedes-Benz 190 ist kein normales Auto, sondern ein Kunstwerk von Bertrand Lavier. In unmittelbarer Nachbarschaft dazu die monumentalen Zeichnungen von 1990er Automodellen des Amerikaners Robert Longo. Wandobjekte von George Henry Longly und Gerold Miller setzen einen Kontrapunkt zur medial inszenierten Decke aus 10 000 LED-Lampen im Mythosraum 6. Höhepunkt und Abschluss bilden die Videoarbeiten der Schweizer Künstlerin Sylvie Fleury bei den Rennwagen und auf der Medienwand im Bereich „Faszination Technik“.
Der 600 Quadratmeter große Collectionsraum 5 ist allein den Vertretern abstrakter Avantgarden und internationaler Medienkunst vorbehalten. Rund einhundert Werke laden ein, Schwerpunkte der Daimler Kunst Sammlung kennenzulernen: Konstruktive und konkrete Tendenzen mit Bildern von Josef Albers, Anton Stankowski oder Camille Graeser, ein Dialog von Linie, Fläche und Raum mit Werken von Georges Vantongerloo, Norbert Kricke und Ben Willikens, Bild- und Raumobjekte der Zero-Avantgarde um 1960, Klassiker der Minimal Art um 1970 von Charlotte Posenenske oder Franz Erhard Walter, und aktuelle Foto- und Videoarbeiten von Künstlern aus Indien, Südafrika und den USA. Ergänzt wird die Ausstellung Art & Stars & Cars um drei neue Auftragsarbeiten zeitgenössischer Künstler. Der Schweizer Nic Hess hat, gemeinsam mit der Mercedes-Benz Design Abteilung, für die Rennkurve in Mythos 7 eine raumgreifende Installation entwickelt, mit einem Patchwork-Nomadenzelt für einen DTM-Wagen, einer großen Klebeband-„Zeichnung“ und weiteren skulpturalen Eingriffen. Der Münchener Michael Sailstorfer reflektiert die Designpraxis des „Morphing“, indem er einen Mercedes-Benz 190 per Collagetechnik in einen fahrbereiten C 111 umbaut. Der algerische Künstler Philippe Parreno thematisiert mit einer Art Film-Zeit-Skulpur das Motiv des „Ewigen Gartens“. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in deutscher und englischer Sprache im Magazinformat: „Art & Stars & Cars“, herausgegeben von Renate Wiehager. Er enthält einen essayistischen Überblick über „Stationen der Modernen Kunst in Stuttgart 1886 - 2011“, ein Werkverzeichnis aller ausgestellten Kunstwerke, Biographien, Kurztexte sowie ein Glossar. 29 x 34,5 cm, 216 S., 750 Abb., Hatje Cantz 2011, 19,80 Euro. Ein kostenloser Flyer zu den Inhalten der Ausstellung liegt an der Museumskasse aus. Der Eintritt in die Sonderausstellung ist im regulären Tagesticket inbegriffen.
(Text: dr, Daimler AG ) Seite merken bei:
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