BMW i8 Concept Spyder
Der i8 Spyder ist eine Etappe zum serienreifen Coupé, dass 2014 in die Produktion gehen soll. Das sieht man an Details wie den aus Carbon gefertigten Flügeltüren - dem Material, aus dem auch das Serienfahrzeug bestehen soll. Auch dem Cockpit ist anzusehen, dass sich die Münchner intensive Gedanken über die endgültige Mensch-Maschine-Schnittstelle machen. Schalter und Knöpfe entsprechen in Anordnung und Ausführung schon weitgehend dem Serienlayout, wobei der Pilot Einfluß auf die Anmutung der rein digitalen und dreidimensional wirkenden Anzeigen hat: der Eco-Modus etwa zeigt sich in blauem Licht, der Sportmodus dagegen in typischem BMW-Orange.
Wie das Coupé besteht auch der Roadster aus mehreren CFK-Schalen - eine Struktur, die sich im Design spiegelt. Die so genannte "LifeDrive-Architektur" läßt Flächen und Linien überlappen und ineinandergreifen und bestimmt sowohl das Innen als auch das Außen von BMWs "grünem" Sportwagen. Eine der Schalen bildet den Passagierbereich, während die andere alle fürs Fahren wichtige Funktionen aufnimmt. Gegenüber den Coupé ist der Radstand auf 4480 Millimeter gekürzt, die Frontscheibe abgesenkt und ein knappes Klappverdeck installiert.
Als Antrieb dient ein PlugIn-Hybrid, der Elektro- sowie Verbrennungsmotor kombiniert. An der Vorderachse kommt der modifizierte Elektroantrieb des BMW i3 Concept zum Einsatz, die Hinterachse wird von einem 1,5 Liter großen und 223 PS starken Turbo-Dreizylinder-Benziner angetrieben, der ein maximales Drehmoment von 300 Newtonmetern entwickelt. Das Gesamtsystem leistet 354 PS und 550 Newtonmeter. Als Beschleunigungswert von Null auf 100 Stundenkilometern stehen fünf Sekunden zu Buche, die Höchstgeschwindigkeit beträgt elektronisch begrenzte 250 km/h. Im europäischen Testzyklus sollen nicht mehr als drei Liter verbraucht werden.
Hilfreich ist hierbei der elektrische Antrieb: Ein Energiespeicher zwischen Vorderachs- und Hinterachsmodul versorgt den E-Antrieb mit Energie und schafft eine rein elektrische Reichweite von etwa 35 Kilometern. Jedoch ist der E-Antrieb kein Zusatzantrieb, sondern arbeitet gleichwertig neben dem Verbrennungsmotor. Zusätzlich ist an den Turbo-Benziner ein Hochvoltgenerator gekoppelt. Dieser erzeugt Strom und lädt den Energiespeicher. Diese Option erweitert die Reichweite, kann aber den Ladevorgang an der Steckdose, der etwa zwei Stunden in Anspruch nimmt, nicht ersetzen.
Die schöne, neue Welt des Fahrens unterstützt ein neu entwickeltes Navigationssystem. Es weist nicht nur den besten Weg, auf dem es elektrisch und damit emissionsarm vorwärts geht, sondern es fordert den Fahrer bei ungünstigen Verkehrssituationen auf, lieber die S-Bahn oder den Bus zu nehmen.
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Eine hohe Schulter und ausgeprägte Hutzen für den Spyder. |
So soll das Cockpit des i8 Coupés aussehen. |
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Autor: Rainer Roßbach
Fotos: BMW
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