37. DMV 4-Stunden-Rennen - Wieder Wetterkapriolen
Fünf Wochen vor dem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring nutzten wieder zahlreiche Teams das 37. DMV 4-Stunden-Rennen, den zweiten Lauf zur diesjährigen Langstreckenmeisterschaft, um sich auf den Saisonhöhepunkt vorzubereiten. So trat das Vita4One Racing Team des früheren Formel-1- und DTM-Piloten Michael Bartels mit einem BMW Z4 GT3 an, gefahren von Fahrer Marco Wittmann, Jens Klingmann, Ricardo van der Ende und Mathias Lauda. Neben der FIA GT1-Weltmeisterschaft will das Team 2012 die 24-Stunden-Rennen in Spa-Franchorchamps und auf dem Nürburgring bestreiten.
Weitere Teams kamen aus dem Teilnehmerfeld der ADAC-GT-Masters-Serie. So gehen Johannes und Ferdinand Stuck 2012 dort mit einem Aston Martin an den Start, der nun auch in der Langstreckenmeisterschaft zum Einsatz kam. Neben den Söhnen von Rennfahrerlegende Hans-Joachim Stuck griff Dennis Rostek ins Lenkrad des Boliden aus England. Vorbereitet wird der Aston Martin Vantage GT3 vom Team YoungDriver Aston Martin Racing.
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Der Vita4One-BMW verteidigte die Pole Position am Start. |
Auch an der Spitze präsentierte die VLN ihre Markenvielfalt. |
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Der McLaren des Gemballa-Teams. |
Eine defekte Antriebswelle zwang Falken Motorsport zur Aufgabe. |
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Erste Nordschleifen-Rennkilometer absolvierte auch der McLaren MP4-12C GT3 des GEMBALLA-Racing-Teams. Pilotiert wurde der Wagen von Sascha Bert und Hendrik Vieth. Das Team hat sich für die weitere Arbeit die Expertise von Peter Zakowski gesichert, der in der Eifel auf viele alte Bekannte traf.
Marc Lieb kam zusammen mit Jochen Krumbach im Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing zum Einsatz. Der Porsche-Werksfahrer errang in den letzten Jahren elf Laufsiege und zählt zu den schnellsten Fahrern auf der Nordschleife. Zu diesem erlesenen Kreis zählt auch der 22-fache Sieger Basseng, der sich am Steuer eines Audi R8 LMS von Phoenix-Racing mit Marcel Fässler und Andrea Piccini abwechselte.
Das neue Team Tin Tag Racing sorgte für einen Farbtupfer bei den Marken und startete zum ersten Mal mit einem Ferrari F458 in der Langstreckenmeisterschaft.
Mit einer Zeit von 8:15.624 hatte sich das BMW Team Vita4One die Pole Position gesichert und konnte zu Beginn des 4-Stunden-Rennens die gute Ausgangsposition zunächst verteidigen. Neben dem BMW qualifizierten sich Marc Basseng, Marcel Fässler und Andrea Piccini im Phoenix Audi R8 für die erste Startreihe vor dem Trainingsschnellsten des ersten Laufs Peter Dumbreck und Sebastian Asch im Porsche 911 GT3 R des Teams Falken Motorsport.
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Bei 181 Wagen im Feld herrschte an den Boxen Gedränge. |
Dem Sieg im Auftaktrennen ließ BMW Rang zwei und drei folgen. |
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Wolfgang Kaufmann und Dieter Schornstein wurden im Kremer Porsche Vierzehnte. |
Dennis Rosteck und die Stuck-Brüder nutzten jeden Millimeter der Strecke. |
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Nach der Startfreigabe um 12 Uhr verteidigte der Vita4One zunächst seine gute Ausgangsposition während der Audi und der Porsche im Verlauf der ersten Runde auf die Plätze sechs und acht zurückfielen. Ihre Positionen wurden von Uwe Alzen im Schubert-BMW und Marc Lieb im Manthey-Porsche eingenommen, die von den Plätzen fünf und sechs aus gestartet waren. In der Anfangsphase konnte sich das Trio ein wenig absetzen, duellierte sich aber in einen packenden Dreikampf, so dass Peter Dumbreck im Falken Porsche in der Folge wieder zur Spitze aufschließen konnte.
Dahinter arbeiteten sich der zweite Schubert-BMW mit Claudia Hürtgen, Dominik Schwager und Dirk Adorf sowie der Aston Martin Vantage GT3 der Gebrüder Johannes und Ferdinand Stuck sowie Dennis Rostek durchs Feld. Für die Aston-Martin-Mannschaft verlief dieses Rennen jedoch nicht nach Plan. Am Ende stand nur ein 18. Platz und eine Runde Rückstand zu Buche. Anders verhielt sich die Situation bei Schubert Motorsport, denen es gelang, das Schwesterauto weiter nach vorne zu bringen und in den Top 5 zu halten.
Nach dem ersten Rennviertel verließ die Trainingsschnellsten ihr Rennglück. Zunächst konnte sich Uwe Alzen an dem BMW vorbeischieben, ehe man im Zuge der Boxenstopps auch noch weitere Positionen verlor. Wenig später folgte der Ausfall aufgrund technischer Probleme im Bereich Schwalbenschwanz. Einen Ausfall hatte auch das Team von Dörr Motorsport zu vermelden. Während Arno Klasen, Peter Posavac und Peter Kox als Zehnte ins Ziel kamen, verunfallte der McLaren MP4 von Rudi Adams, Stefan Aust und Kai Riemer an der Hohen Acht. Der dritte McLaren von Gemballa Racing sah ebenfalls die Zielflagge. Sascha Bert und Hendrik Vieth wurden als 13. gewertet.
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Marc Basseng im Phoenix-Audi wurde gejagt. |
Zwei Generationen von Mercedes Rennwagen im Brünnchen. |
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Brinkmann, Andree und Krognes sind die neuen Tabellenführer. |
Lieb und Krumbach brachten Manthey-Racing zurück auf die Siegerstraße. |
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An der Spitze hielt sich so der Manthey-Porsche von Marc Lieb und Jochen Krumbach vor den beiden Schubert-BMWs, als etwa 15 Minuten vor Rennende auf Teilen der Nordschleife ein Hagelschauer niederging. Die Wetterbedingungen und mehrere Unfälle veranlassten die Rennleitung, auch den zweiten Lauf vorzeitig mit der roten Flagge abzubrechen. Bereits im ersten Lauf hatte aufziehender Nebel einen frühzeitigen Abbruch unumgänglich gemacht. Erneut mischte sich nun das Wetter in das Renngeschehen und zwang die Teilnehmer zu einem vorzeitigen Rennende.
Als Sieger wurden Marc Lieb und Jochen Krumbach im Porsche 911 GT3 R gewertet. Während Marc Lieb das schon häufiger erleben durfte, war es für Jochen Krumbach eine Premiere. „Auf dem Podium war ich schon einige Male, aber ein Sieg ist noch einmal etwas anderes. Ich werde sicherlich einige Tage brauchen, um zu realisieren, was mir heute gelungen ist“, gestand Krumbach. Hinter dem siegreichen Porsche zeigte abermals Schubert Motorsport eine überragende Leistung. Mit beiden Z4 belegten Claudia Hürtgen, Dominik Schwager und Dirk Adorf als Zweite sowie Uwe Alzen und Nico Bastian als Dritte die verbleibenden Podiumsplätze. Ebenfalls erneut gut unterwegs war Timbulli-Racing mit Norbert Siedler, Marco Seefried und Dennis Busch auf Rang vier vor dem Phoenix-Audi von Marc Basseng, Marcel Fässler und Andrea Piccini. Mit Sabine Schmitz, Klaus Abbelen, Christopher Brück und Patrick Huismann schob sich noch ein weiterer Porsche vor die beiden Rowe Racing Mercedes SLS AMG von Thomas Jäger und Jan Seyffarth sowie Roland Rehfeld, Marko Hartung und Alexander Rohloff.
In der Meisterschaft führen nach zwei Klassensiegen in der SP3T (VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum mit Turbo) Dominik Brinkmann, Ullrich Andree und Christian Krognes im Volkswagen Scircco von LMS Engineering. Dahinter folgen Guido Strohe und Stein Tveten mit einem BMW 325i aus der Klasse V4.
Die Langstreckenmeisterschaft wird am 28. April mit dem 54. ADAC ACAS H&R-Cup fortgesetzt. Es ist der letzte Lauf und damit die Generalprobe für das 24-Stunden-Rennen in der Eifel.
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Dörr Motorsport feierte die erste Zielankunft mit dem McLaren MP4. |
Immer wieder eine heikle Sache: Überrundungen. |
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Timbulli Racing brachte mit den Plätzen vier und 19 beide Autos in die Top20. |
Einsetzender Hagel sorgte für Unfälle und den Rennabbruch. |
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Autor: Matthias Behrndt/Michael Behrndt
Fotos: Matthias Behrndt/Michael Behrndt
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