Alfa Romeo Alfetta
Vor 40 Jahren brachte Alfa Romeo mit der Alfetta eine Limousine auf den Markt, deren progressive Antriebskonfiguration – ein Transaxle-System – die Modelle der Marke für mehr als zwei Jahrzehnte prägen sollte. Das Wortgebilde „Transaxle“ steht für eine Antriebsanordnung, bei der sich das Getriebe im Bereich der angetriebenen Hinterachse befindet. Motor vorn, Getriebe, Kupplung und Differential hinten – das waren und sind bei Automobilen mit Hinterrad-Antrieb die besten Voraussetzungen für eine ideale Gewichtsbalance. Dank dieser nahezu ausgeglichenen Verteilung des geringen Leergewichts von 1080 Kilogramm und weiterer progressiver Technologien wie innenliegenden Scheibenbremsen hinten avancierte die Alfetta zu einer der fahrdynamischsten und sichersten Limousinen ihrer Zeit.
Die 4,28 Meter lange Alfetta punktete aufgrund des Transaxle-Systems mit optimalen Handling-Eigenschaften. Der 122 PS starke Alfa Romeo kam auf einen Durchschnittsverbrauch von zwölf Litern und erreichte in dieser Motorisierung eine Höchstgeschwindigkeit von 185 Stundenkilometer. Zudem beschleunigte die Limousine in guten 10,5 Sekunden auf 100 km/h.
Zum weiteren technischen Layout der Alfetta gehörte ein aufwändig konzipiertes Fahrwerk. Vorn kam eine Aufhängung mit unteren Dreiecksquerlenkern zum Einsatz, hinten sorgte eine De-Dion-Achse für die präzise Radführung. Gebremst wurde mit vier serienmäßigen Scheiben; die hinteren waren dabei nach innen versetzt angeordnet, um das Gewicht der sogenannten ungefederten Massen zu reduzieren. Angetrieben wurde die Alfetta vom legendären „1750“-Aggregat – einem 1,8 Liter großen Vierzylinder mit zwei obenliegenden Nockenwellen und zwei Doppelvergasern, der seine maximale Leistung bei 5.500 U/min mobilisierte.
Zwei Jahre nach dem Debüt der Limousine präsentierte Alfa Romeo ein elegantes, viersiziges Coupé: die Alfetta GT. Analog zur Sportwagenversion prägten immer neue technische und optische Modifikationen die zwölf Jahre währende Bauzeit der Alfetta. So wurde das Motorenprogramm 1975 um eine 108-PS-Version mit 1,6 Liter Hubraum erweitert. 1977 folgte ein Zweiliter-Motor mit anfangs mit identischer Leistung wie der 1,8-Liter-Motor, später mit 130 PS.
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Alfetta 1.6/1.8/2.0, 1975 - 1981 |
Alfetta GT 1.8, 1974 -1976 |
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Alfetta GTV 2.6i V8, 1977 |
Alfetta 1.6 GT, 1976 - 1980 |
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Alfetta 2.0 Turbodiesel, 1978 - 1981 |
Alfetta Turbodiesel, 1978 - 1981 |
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Parallel zur neuen Maschine überarbeitet das Centro Stile Alfa Romeo das Design der Zweiliter-Alfetta; die Chromtürgriffe wichen versenkten Pendants, voluminösere Stoßstangen nahmen Parkremplern den Schrecken, die zum Anfang der 70er noch typischen vorderen Dreiecksfenster wichen großflächigen Seitenscheiben und es gab neue große Rückleuchten. Zudem wurden die vorderen Doppelscheinwerfer durch rechteckige ersetzt. Und auch das Interieur samt Cockpit folgte jetzt dem neuen Zeitgeist.
1979 schickte Alfa Romeo in Form der Alfetta Turbo Diesel zudem das erste Modell mit Selbstzünder auf die Straße. Aus zwei Litern Hubraum holte der aufgeladene Vierzylinder 82 PS; später stieg der Hubraum um 400 Kubikzentimeter und die Leistung damit auf 95 PS. Die letzten beiden Baujahre der Alfetta gaben sich durch nochmals modifizierte Stoßfänger und Rückleuchten, einem nun wieder mit Doppelrundscheinwerfern bestücktem Kühlergrill und an einem weiter modernisierten Cockpit zu erkennen. Die nach Amerika verschifften Alfa Romeo Alfetta hatten zudem eine Einspritzanlage statt der Doppelvergaser, um den Abgasvorschriften in der Neuen Welt gerecht zu werden.
1984 verließ die letzte Alfetta Limousine das Werk im norditalienischen Arese – es war das Exemplar Nummer 478.812. Die Alfetta gehört damit zu den erfolgreichsten Alfa Romeo Limousinen. Der GTV dagegen wurde noch bis 1986 weitergebaut..
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Alfetta 2.0 Li (US-Version), 1978 - 1981 |
Alfetta GTV 2.0 Turbodelta, 1979 - 1980 |
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Interieur Alfetta GTV 2.0 Grand Prix, 1980 - 1982 |
Alfetta GTV 2.0 Grand Prix, 1980 - 1982 |
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Alfetta 2.0i Quadrifoglio Ore, 1983 - 1984 |
Alfetta 2.4 Turbodiesel, 1983 - 1984 |
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Autor: Rainer Roßbach/pt
Fotos: Alfa Romeo
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