6-Stunden Ruhr-Pokal - Sicherer Sieg für Mercedes
Drei Tage nach der Sondersitzung des rheinland-pfälzischen Landtags zum Thema Nürburgring fand die Langstreckenmeisterschaft mit dem 6-Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen seine planmäßige Fortsetzung. Entlang der Nordschleife herrschte somit wieder normaler Rennbetrieb, auch wenn die wirtschaftliche Situation des Eifelkurses hinter den Kulissen heftig diskutiert wurde. Moralische Unterstützung erhielten die Befürworter des Nürburgring durch das Schubert-Team aus Oschersleben, das seinen von Claudia Hürtgen, Anders Buchardt und Peter Posavac pilotierten Z4 mit einem auf lackierten Nürburgring und dem Bekenntnis „Sag ja zum Ring“ ins Rennen schickte. Der Wagen fuhr lange Zeit in der Spitzengruppe des Feldes mit, fiel dann aber mit einem gebrochenen Krümmer und einem Folgeschaden an der Elektrik aus. Die Fans entlang der Nordschleife hat er aber dennoch begeistert.
Freude herrschte auch im Manthey-Team. Erstmals nach mehr als viermonatiger Verletzungspause kehrte Porsche-Werksfahrer Timo Bernhard wieder ins Cockpit zurück. Bei einem unverschuldeten Unfall bei Testfahrten in Sebring (USA) hatte er sich unter anderem Verletzungen der Halswirbelsäule zugezogen. „Ich bin so fit und belastbar wie vor dem Unfall. Auch wenn ich in meiner Karriere schon viele Rennen in aller Welt gefahren bin – so sehr habe ich mich selten darauf gefreut das erste Mal aus der Boxengasse zu fahren“, stellte Bernhard bei seine Rückkehr fest.
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Manthey Racing hatte kein Glück und rollte nach 10 Runden aus. |
Der Schubert BMW Z4 sagt Ja zum Ring. |
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Auch Pedro Lamy im Gemballa McLaren kam nicht ins Ziel. |
TinTag setzte mit dem Ferrari F458 auf einen Exoten. |
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Der Kremer Porsche fuhr mit Rang neun in die Top10. |
Der Teichmann-Porsche springt aus dem Karussell. |
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Nach frühem Rundenrückstand fliegt der Phoenix-Audi noch auf Position 6. |
Stoßstange an Stoßstange im Karussell. |
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Der Manthey-Porsche ging vom dritten Startplatz ins Rennen. In Reihe eins standen der Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von Rowe Racing, mit dem Thomas Jäger eine Runde in 8:07,736 Minuten gelungen war und der Audi R8 LMS ultra von Frank Biela, Cristian Hohenadel und Thomas Mutsch, die im Qualifying mit einer Zeit von 8:07.882 Minuten nur unwesentlich langsamer gewesen waren.
Beim Start übernahm Jan Seyffahrt sofort die Führung und bog vor Romain Dumas und Frank Biela in die Mercedes-Arena ein. Zwischen dem Mercedes und dem Porsche entbrannte nun ein rundenlanges Duell, das durch einen Reifenschaden des Manthey-Autos ein frühes Ende fand. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Audi R8 LMS von Stippler / Rast / Basseng schon mehrmals die eigene Box aufsuchen müssen und mit dem Rennausgang nichts mehr zu tun.
Ebenfalls einen Reifendefekt erlitt die Mannschaft um Klaus Abbelen, Sabine Schmitz und Christopher Brück, für die es am Ende mit ihrem Porsche 911 GT3 R 997 noch zu einem achten Gesamtrang reichte. Dagegen endete der erste Einsatz für Timo Bernhard nach seiner Zwangspause vorzeitig. Nach einem Viertel der Renndistanz rollte der Porsche mit einem Defekt am Schwalbenschwanz aus. Die zweite Position fiel so kampflos an den Audi R8 LMS von Haase / Ludwig / Jöns, die sich aber schon kurz darauf ihren Markenkollegen Biela / Hohenadel / Mutsch beugen mussten. Damit war die Entscheidung in diesem Rennen nach nur einem Drittel absolvierter Renndistanz bereits gefallen. Zwar wurde es in der Schlussphase für alle Teams noch einmal spannend, als Nieselregen im Bereich des Grand-Prix-Kurses die letzten Runden zu einer Zitterpartie machte. Aber die Piloten an der Spitze fuhren ihr Rennen sicher nach Hause.
Mit einer zurückgelegten Distanz von 42 Runden stellten Jäger / Roloff / Seyffarth den aktuellen Distanzrekord beim 6-Stunden-Rennen ein. Für die 1023,498 Kilometer benötigte das ROWE-Trio allerdings 5:26,550 Minuten weniger, so dass sie als Gewinner des schnellsten 6-Stunden-Rennens in die Statistik eingehen werden. Das zweitplatzierte Team von Raeder Motorsport mit Biela, Hohenadel und Mutsch lag im Ziel fast eine Minute zurück, weitere 40 Sekunden später überquerten Haase, Ludwig und Jöns als Dritte die Ziellinie. Hinter dem Timbulli-Porsche von Siedler / Seefried / Busch kam der McLaren MP4 GT3 von Dörr Motorsport als Fünfter ins Ziel und bestätigte wieder einmal den Aufwärtstrend, den das Team mit diesem Fahrzeug eingeleitet hat.
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Rang zwei für den Raeder Audi R8 LMS. |
Timbulli Racing verpasst mit Position vier das Podium nur knapp. |
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Zwei Reifenschäden warfen den Frikadelli-Porsche auf Rang 8 zurück. |
Markenvielfalt im Mittelfeld der 157 Starter. |
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Nicht nur auf dem Asphalt zeigt sich der Nürburgring farbenfroh. |
Der beste Phoenix-Audi erreichte als dritter das Ziel. |
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Erst kurz vor Rennende fiel etwas Regen aus den teils dunklen Wolken. |
Dörr Motorsport konnte sich über Rang fünf für den McLaren freuen. |
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Das Ergebnis des 6-Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennens ist wegen eines Protestes in der Klasse SP10 (GT4-Fahrzeuge) noch vorläufig. Bis zur Entscheidung ist das Ergebnis dieser Klasse ausgesetzt.
Mit dem 44. ADAC Barbarossa-Preis wird die Meisterschaft am 25. August 2012 seine Fortsetzung finden.
Autor: Matthias Behrndt/Michael Behrndt
Fotos: Matthias Behrndt/Michael Behrndt
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