McLaren X-1
Was wie ein moderner Mix aus Bertones Aerodynamikstudien "BAT" und Art-Deco-Zitaten aussieht ist seltsamerweise ein McLaren. Die englische HighTech-Formel-1-Schmiede, sonst eher für steril-klinische Sportwagen á la MP4-12C verantwortlich, hat den X-1 für einen Kunden auf Kiel gelegt, dem offensichtlich was Bizarres fehlt.
Dem Bedürfnis wurde konsequent entsprochen und im kalifornischen Pebble Beach war jetzt, nach zweijähriger Bauzeit, das Ergebnis zu besichtigen. Das Auto wie aus der Feder von Enki Bilal besteht komplett aus Carbon, ist 4,66 Meter lang und übertrifft damit den 12C um elf Zentimeter. In der Breite hat er um 19 Zentimeter auf 1,10 Meter zugelegt, während beim Gewicht mit 1400 Kilogramm alles beim alten blieb.
Der McLaren nimmt als ästhetische Vorbilder den 1961er Facel Vega, einen 1953er Chrysler D'Elegance Ghia, den Buick Electra von 1959, den 1939er Mercedes-Benz 540K sowie den Citroën SM in Anspruch. Auch Audrey Hepburn soll eine Rolle gespielt haben. Für den Antrieb sorgt der 625 PS starke Twin-Turbo des MP4-12C.
Autor: Rainer Roßbach
Fotos: McLaren
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