Fiat Panda 0.9 Twin Air
Der erste Panda war eckig, spartanisch und hinreissend funktional. Designer Giorgo Giugaro nannte ihn „Haushaltsgerät auf Rädern“ und das bleibt er auch in der neuen, dritten Generation. Denn der kleine Italiener hat das Talent zum vielseitigen und flexiblen Familienmitglied: In dem nur 3,55 Meter langen Kleinwagen können vier Erwachsene recht bequem sitzen, optional lassen sich die hinteren Sitze einzeln um 165 Millimeter verschieben, die Lehnen sind zudem im Verhältnis 40:60 geteilt und umklappbar. Damit stehen zwischen 225 und 870 Liter Transportvolumen bereit. 17 Ablagen und Fächer bieten zusätzlichen Raum für viele kleine Dinge. Mit dem Ausstattungspaket „Pack-Flex 5-Sitzer“ klappt dann noch die Lehne des Beifahrersitzes um 90 Grad nach vorne, wodurch eine zwei Meter lange Ladefläche entsteht.
Große Mühe hat Fiat darauf verwendet, den Innenraums freundlich und wohnlich zu gestalten. Das Armaturenbrett präsentiert sich in freundlichen Farben sowie feinen und abwechslungsreichen Strukturen. Auch die Instrumente sind adrett gezeichnet und die guten Passungen zeugen vom Bestreben nach Qualität. Das offene Handschuhfach, vom Ur-Modell inspiriert, bringt einen Anflug von Retro-Atmosphäre ins Auto. Steil stehende Fensterscheiben, die großzügige Verglasung und eine Gesamthöhe von 1,55 Meter lassen zudem viel Licht in den Passagierraum.
Auch der Fahrkomfort überzeugt, denn mit Bodenwellen und schlechten Straßenbelägen geht der Panda überraschend gut um. Besonders aber im Stadtverkehr, etwa beim Einparken, ist die kleine Limousine in ihrem Element: der Wendekreis ist mit 9,3 Metern erfreulich klein und die Fenster in der C-Säule sorgen für eine gute Übersicht nach schräg hinten. Lediglich die Lenkung könnte präziser definiert sein.
Der Schalthebel des Fünfgang-Getriebe liegt erhöht in Griffnähe auf der Mittelkonsole und ist gut geführt. Unter der Haube arbeitet der 900 Kubikzentimeter große Twin-Air-Motor mit 85 PS und einem maximalen Drehmoment von 145 Nm, das ab 1900 U/min anliegt. Der Zweizylinder schiebt den etwa eine Tonne schweren Panda nachdrücklich nach vorne und, zumal in der Stadt, kommt kaum das Gefühl auf, untermotorisiert zu sein.
Die Beschleunigung aus dem Stand auf 100 Stundenkilometern in 11,2 Sekunden ist für einen Kleinwagen ordentlich und eine Höchstgeschwindigkeit von 177 km/h erlaubt das lockere mitschwimmen auf der Autobahn.
Der Turbo-Motor verbraucht im Mittel 4,2 Liter Super auf 100 Kilometer, der CO2-Ausstoß liegt bei 99 Gramm auf den Kilometer. Das ist klassenüblich und theoretisch lässt sich der Verbrauch mit dem Druck auf die Eco-Taste noch weiter senken. Dann stehen aber nur noch 77,5 PS und ein maximales Drehmoment von 100 Nm zur Verfügung.
12.890 Euro kostet der Fiat Panda „0.9 Twin Air“. Darin ist dann schon eine Klimaanlage, ein RDS-Radio mit MP3- und CD-Player sowie eine Start-Stopp-Automatik enthalten. Zusätzlich bietet Fiat sechs verschiedene Ausstattungspakete etwa mit den Themen „Sound“, „Sicherheit“ oder „Styling“ zu jeweils 500 Euro Aufpreis an. Wer weniger Ausstattung braucht und mit dem 69 PS starken 1,2-Liter-Basismotor zufrieden ist, kann schon für 9900 Euro zum Zuge kommen. Ende 2012 will Fiat weitere Panda-Versionen anbieten: Neben Erd- und Flüssiggasmodellen wird es auch eine Allradvariante geben.
![]() |
![]() |
|
Das Interieur des Panda ist schön: ein Kleinwagen mit Stil und vielen Talenten. |
Innen gibt es ein Maximum an Flexibilität und viel nutzbaren Raum. |
|
Autor: Rainer Roßbach
Fotos: Fiat
![]()
Seite merken bei:
![]()



