Alfa-Romeo Giulietta 1.4 TCT
Seit 1955 hat der Name „Giulietta“ bei Alfa Romeo Tradition. Schon die erste – eine kompakte Stufenhecklimousine – war besonders sportlich und machte die italienische Luxusmarke für breitere Käuferschichten erschwinglich.
Das gilt auch für die aktuelle Giulietta, die ein neues Maß an Emotion in die Golf-Klasse bringt. Mit ihrer scharf geschnittenen Seitenlinie, dem charakteristischen „Scudetto“-Kühler und den spiralförmigen LED-Heckleuchten bekennt sich die 4,35 Meter lange Limousine deutlich zu ihrer italienischen Herkunft. Auch innen bietet die Giulietta viel fürs Auge. Qualitativ hochwertige Materialien sowie ein elegant gezeichnetes Sport-Cockpit mit besonderen Details wie etwa den klassischen Kippschaltern auf der Mittelkonsole oder Chromapplikationen, bieten was fürs Auge.
Die Schönheit geht jedoch nicht zu Lasten der Funktionalität. Fahrer und Beifahrer sitzen bequem, das ergonomisch geformte Lenkrad liegt gut zur Hand. Tacho und Drehzahlmesser liegen direkt im Blickfeld und überzeugen durch elegante Form und sauberes Design.
Gegenüber dem Vorgänger hat die Giulietta in der Länge zu gelegt – der Radstand beträgt nun 2,63 Meter – wodurch es mehr Knieraum für die hinten Sitzenden gibt. Auch der Laderaum ist gewachsen. Das Gepäckabteil hat jetzt ein Volumen von 350 Litern, das bei Bedarf bis auf 1045 Liter erweitert werden kann.
Besonderen Augenmerk legten die Mailänder bei der Entwicklung auf die Erhöhung der Sicherheit. Die Karosseriestruktur ist so geformt, dass ein gutes Crash-Ergebnis auch ohne Knieairbag erzielt wird. Sechs Airbags, aktive Kopfstützen vorn, ESP mit Antriebsschlupfregelung sowie eine elektronischer Differentialsperre bieten aktiven und passiven Schutz auf höchstem Klassenniveau. Lohn dafür ist ein Bestwert im EuroNCAP-Crashtest.
Aber es geht nicht nur um Sicherheit, ein Alfa-Romeo soll auch sportlich sein. Hier kommt der 170 PS starke und drehfreudige 1,4-Liter-„Multi Air“-Benziner mit der variablen Ventilsteuerung zum Zug. Dank Turbolader und Multi-Air-Technologie entwickelt das Triebwerk im „Dynamic-Modus“ bis zu 250 Nm Drehmoment. Das neu entwickelte Direktschaltgetriebe „TCT“ (Twin Clutch Technology) setzt diese Kraft in Geschwindigkeit um.
Das Doppelkupplungsaggregat besteht aus zwei Getrieben – einem für die geraden und einem für die ungeraden Gänge. Beim Beschleunigen wird automatisch die nächst höhere Schaltstufe vorgewählt, geht der Fuß dann vom Gas wird sofort die niedrigere Getriebestufe im Hintergrund angesteuert. Die lineare, unterbrechungsfreie Zugkraft entsteht, indem die Steuerungselektronik alle 5000stel Sekunde den Ist-Zustand analysiert, um dann bei Bedarf innerhalb von 3/10-Sekunden die Gänge zu wechseln.
Neben der Möglichkeit, die Gänge manuell am Schalthebel zu wechseln, bietet Alfa alternativ noch Schaltwippen für das Lenkrad an, die 115 Euro zusätzlich kosten.
Die TCT-Giulietta absolviert den Spurt von Null auf Tempo 100 in 7,8 Sekunden und beschleunigt auf eine Höchstgeschwindigkeit von 218 Stundenkilometern. Die beeindruckende Dynamik wird von einer optimierten Vorderachse und einer neu konstruierten Mehrlenker-Hinterachse präzise auf die Strasse gebracht. Zusammen mit der elektromechanischen Servolenkung sowie dem elektronischen Sperrdifferential an der Vorderachse ergibt sich eine spontane und agile Direktheit.
Typisch für Alfa-Romeo ist der „DNA“-Schalter, mit dem zwischen „Dynamic“-, „Normal“- und „Allwetter“-Modus gewählt werden kann. Während es im N-Modus betulich zugeht und nachhaltig Benzin gespart werden kann, macht der D-Modus der Giulietta kräftig Dampf und sie zu einer der sportlichsten Vertreter ihrer Klasse.
Der Basispreis für die Limousine mit Direktschaltgetriebe beträgt 26 000 Euro.
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Die Giulietta begeistert mit Gokart-ähnlichen Fahreigenschaften. |
Die Alfa-Designer haben sich sichtlich Mühe gegeben, den Innenraum wohnlich und hochwertig zu gestalten. |
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Autor: Rainer Roßbach
Fotos: Alfa-Romeo
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